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26.06.10 Dreimal Gold und viermal Silber auf dem Eichkranz „Vier bis fünf Medaillen, davon dreimal Gold“ – lautete die ehrgeizige Prognose von Germania-Coach Ralf Hollmann für das Abschneiden der Germania-Ruderer auf der U23-Deutschen Meisterschaft. Und damit lag er gar nicht schlecht: Sieben Medaillen, davon dreimal Gold heißt die Bilanz auf dem Eichkranz. Nun dürfen sich mindestens drei Germania-Athleten berechtigte Hoffnungen auf einen Platz im Nationalteam für die U23-Weltmeisterschaft machen. Die Germania erhielt außerdem den Peter-Velten-Gedächstnispreis für den erfolgreichsten Verein im Großboot auf der U23-DM. Wohl wieder zwei Germania-Frauen im WM-Doppelvierer Die größten Chancen auf einen WM-Platz haben U23-Weltmeisterin Kaja Brecht und Germania-Neuzugang Leonie Pless. Beide werden wohl im deutschen Leichtgewichts-Doppelvierer sitzen, der Ende Juli im weißrussischen Brest bei der U23-WM antritt. Schon während der Saison war eine Rangliste der deutschen Leichtgewichts-Frauen ausgefahren worden. Die Spitzenathletinnen nun auf der Meisterschaft in wechselnden Renngemeinschaften, um die besten Kombinationen zu probieren. So holte Kaja Brecht zusammen mit der jungen Germanin Katrin Thoma und dem derzeit schnellsten Doppelzweier-Duo Helke Nieschlag (RG Hansa) und Sina Burmeister (Treptower Rugm) die Goldmedaille im Leichtgewichts-Doppelvierer. Leonie Pless fuhr im gleichen Rennen zusammen mit Lena Bieber (Kitzinger RV), Merle Schäfer (Kölner RV) und Nora Wessel (RV Weser) auf den Silberrang. Zudem holte das Duo Brecht/Schäfer Silber im Doppelzweier, wie erwartet hinter Nieschlag/Burmeister. Der Leichtgewichts-Frauen-Einer war das wohl dramatischste Rennen der Regatta, und mittendrin zwei Ruderinnen der Germania: Bis zur Streckenhälfte lag Leonie Pless deutlich in Führung, musste dann aber der brennenden Sonne Tribut zollen und brach ein. Als vierte rettete sie sich noch über die Ziellinie, musste am Steg aber ärztlich behandelt werden. Ein sagenhaftes Rennen fuhr derweil Katrin Thoma. Nachdem Lena Bieter aus Kitzingen die Führung übernommen hatte, zog die 20Jährige kräftig an. Im Endspurt schob sie noch fast ihren Bugball an der Führenden vorbei – sieben Hunderstelsekunden über 2000 Meter trennten sie zum Schluss vom Titel, aber es gab eine Silbermedaille. „Nach dem Weltmeistertitel für zwei Germaninnen im vergangenen Jahr wäre es toll, wenn wir wieder zwei Frauen zur WM schicken könnten“, fasst Trainer Ralf Hollmann die Hoffnungen zusammen. „Vielleicht bekommt Katrin Thoma wegen ihres couragierten Einsatzes die Chance, noch als Ersatzfrau auf die WM zu fahren.“ Ein bisschen enttäuscht gab sich die vierte Leichtgewichts-Germanin im Bunde, Caroline Delleske, die mit einem vierten Platz im Leichtgewichts-Doppelvierer ebenso wie im Doppelzweier ohne Edelmetall blieb. Für ihr erstes Jahr in der Frauenklasse fuhr die 19jährige Jugendmeisterin von 2009 aber eine tolle Saison – man wird sicher im nächsten Jahr wieder von ihr hören. Maximilian Hinkel mit Chancen für WM-Nominierung Mit Maximilian „Axel“ Hinkel hofft ein weiterer Germania auf einen Start im deutschen Nationaltrikot. Zusammen mit drei Berlinern ging der Zwei-Meter-Mann, 2008 Bronzemedaillen-Gewinner bei der U23-WM, als Mitfavorit im Vierer ohne Steuermann ins Rennen. Das Team hielt diesem Druck stand, auch wenn es ziemlich knapp wurde: Mit acht Hunderstelsekunden Vorsprung siegte der Vierer. Axel Hinkel ist so klar einer der Kandidaten für das U23-Riementeam der Männer. Das bestätigte er nochmals mit der Silbermedaille im Achter in Renngemeinschaft. Nun werden die Aspiranten zu einem Auswahlwochenende in Ratzeburg geladen, wo dann die endgültigen Riemen-Mannschaften der Männer für die U23-WM ernannt werden. „Es müsste schon viel passieren, damit Axel nicht dabei ist“, gab sich Coach Ralf Hollmann zuversichtlich. Sascha Robertson schafft den Hattrik Ein bisschen viel zugemutet, das sahen sie ein: Mit Starts im Zweier-ohne, Vierer-ohne und Achter waren es für Sascha Robertson bei solchen Temparaturen zu viele Rennen für ein langes Wochenende. Zweier und Vierer liefen nicht wie erwartet, doch dann kam der Achter. Hier wollte Sascha den Hattrik und zum drittenmal hintereinander in dieser Bootsklasse Gold holen. Und das schaffte seine süddeutsche Renngemeinschaft auch – mit drei Sekunden Vorsprung vor einer norddeutschen Mannschaft. „Vier bis fünf Medaillen, davon dreimal Gold“ – hatte die ehrgeizige Prognose von Germania-Coach Hollmann für das Abschneiden der Germania-Ruderer auf der U23-Deutschen Meisterschaft geheißen. Damit lag er nun gar nicht schlecht. „Es war wirklich ein sensationelles Wochenende, einfach topp“, war sein Fazit Als erfolgreichster Verein der U23-Altersklasse in den Großbooten erhielt die Germania den Peter-Velten-Gedächtnispreis, den die Potsdamer RG seit der Wiedervereinigung fast ausschließlich gewonnen hatte. Links: |
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