Germania Ruderer starten stark in die Saison

Die Ruderer der Frankfurter Rudergesellschaft Germania haben am vergangenen Wochenende beim ersten bundesweiten Kräftemessen des Jahres die Rudersaison mit guten Ergebnissen eingeläutet. Auf der sechs Kilometer langen Strecke konnten sich die Frankfurter auf den vorderen Plätzen behaupten und so ihre Ambitionen auf die wenigen Nationalmannschaftsplätze unter Beweis stellen.

 


Besonders rund lief es bei Jonas Kilthau, der in einer Renngemeinschaft mit dem Gießener Sven Kessler den ersten Platz im leichten Männer-Zweier belegte. Bei den Schwergewichten reichte es für Kilthaus Vereinskameraden Alexander Usen und Fabian Bindenberger immerhin für Platz 8 in der Altersklasse der unter 23-Jährigen. Usen und Bindenberger starten dieses Jahr das erste Mal in dieser Altersklasse und gehören damit jetzt zu den jüngsten. „Ein so gutes Ergebnis hätten wir wirklich nicht erwartet, vor allem, weil sie erst seit gerade einmal drei Wochen zusammen im Zweier rudern“, sagte Germania Trainer Ralf Hollmann. „Gerade im Zweier braucht es eigentlich viel Zeit, um sich an einen neuen Partner zu gewöhnen“ so Hollmann weiter.

Über eine gute Platzierung durfte sich auch Christiane Huth freuen: Die Olympiateilnehmerin von 2008 belegte im Frauen-Einer den 10. Platz. „Nachdem es beim Training in den letzten Wochen eher nicht so rund lief, waren wir von diesem guten Ergebnis positiv überrascht“, erklärte Trainer Hollmann.

Auch die Leichtgewichtsruderinnen Leonie Pless und Kathrin Thoma hatten in Leipzig Grund zur Freude. Thoma belegte den 11. Platz bei einem Feld von 25 Leichtgewichtsruderinnen und Leonie Pless schaffte es mit einem Abstand von nur 10 Sekunden hinter der Erstplatzierten sogar auf Rang Sechs. Pless, die sich in diesem Jahr die Teilnahme auf der WM in Südkorea zum Ziel genommen hat, muss sich jedoch noch ins Zeug legen, denn nur zwei Plätze stehen in diesem Jahr in der Nationalmannschaft des Deutschen Ruderverbandes bei den Frauen für Leichtgewichte zur Verfügung.

Neben dem Sechs-Kilometer-Langstreckenrennen auf dem Wasser stand für die Ruderer in Leipzig auch eine Leistungsüberprüfung auf dem Ruderergometer auf dem Programm. Hier gelang es den Frankfurtern Thoma, Usen, Bindenberger, Kilthau und dem in Frankfurt trainierenden Kessler ihre jeweilige persönliche Bestzeit zu verbessern.

Der mehrmalige WM-Teilnehmer Ivan Saric ruderte von allen Germanen die schnellste Zeit auf der simulierten 2000-Meter-Strecke. Er belegte den siebten Platz bei den Männern. Mangels Zweierpartner konnte er sein Talent leider nicht bei der Langstrecke auf dem Wasser unter Beweis stellen. Leonie Pless und Kathrin Thoma schafften es dagegen, ihre guten Platzierungen im Einer auf dem Ergo zu verbessern. Mit einer Zeit von 7:10min reichte es für Pless auf dem Ergo für den dritten Rang. Thoma belegte zehn Sekunden dahinter Rang 7.

Trainer Hollmann gibt sich mit den Ergebnissen vom Wochenende zufrieden: „Die Platzierungen unserer Athleten stimmen uns sehr zuversichtlich für die vor uns liegenden Herausforderungen. Wir haben in diesem Jahr wieder eine stark aufgestellte Truppe und sind gut vorbereitet in die Saison gestartet. In zwei Wochen wollen wir auf der Deutschen Kleinbootmeisterschaft in Duisburg auf der 2000-Meter-Strecke zeigen, dass wir uns auch auf der olympischen Distanz auf den vorderen Plätzen behaupten können.“