Deutsche Jahrgangsmeisterschaften Köln, World Cup II Eton

In einem starken Rennen hat der Frankfurter Lukas Duhnkrack am Sonntag auf den Deutschen U19-Meisterschaften im Rudern die Goldmedaille im Vierer-ohne-Steuermann geholt. Auf der Regattastrecke auf dem Fühlinger See in Köln konnte sich der Ruderer von der Frankfurter Rudergesellschaft Germania in einer Renngemeinschaft mit Franziskus Paech (Müncher RV), Paul Diletti (RV Münster) und Lutz Rudack (RV Waltrop) souverän gegen die nationale Konkurrenz durchsetzen.

Duhnkrack hatte sich bereits vor drei Wochen auf der internationalen Regatta in Hamburg zusammen mit dem Münchner Franziskus Paech mit einem zweiten Platz im Zweier-ohne-Steuermann für die diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaften im litauischen Trakai qualifiziert. „Der heutige Sieg gibt noch einmal Selbstvertrauen und einen ordentlichen Motivationsschub für die herannahende Junioren-WM“, kommentierte Germaniatrainer Johannes Karg.

Dunhkracks Vereinskollege Philipp Nonnast, der im Vierer-mit-Steuermann an den Start gegangen war, belegte in einem sehr engen Feld mit weniger als einer zehntel Sekunde Rückstand hinter dem zweitplatzierten Boot und zwei Sekunden hinter dem Ersten den vierten Platz. „Krankheitsbedingt wurde die Vierermannschaft am Sonntagmorgen noch umgebildet. Wenn man bedenkt, dass die Mannschaft kaum Gelegenheit hatte, sich zusammenzufinden, war der vierte Platz in diesem unglaublich engen Rennen überragend“, so Trainer Karg.

Gemeinsam schafften es die beiden Frankfurter Duhnkrack und Nonnast am Sonntagnachmittag im Auswahlachter der besten Junioren Süddeutschlands dann auf den zweiten Rang. Zum ersten Mal seit 10 Jahren konnte sich damit ein Südachter über die Silbermedaille auf den Deutschen Meisterschaften freuen.

Insgesamt sechs Medaillen gab es an diesem Regattawochenende für die Frankfurter RG Germania. Eine Silbermedaille holte am Sonntag Moritz Schönfeld im Leichtgewichts-Vierer-ohne-Steuermann in Renngemeinschaft mit Ruderern aus Flörsheim, Passau und München. Zuvor hatte bereits am Samstag der Frankfurter Jonas Kilthau bei den parallel stattfindenden Deutschen Meisterschaften der U23 jeweils die Goldmedaille im Leichtgewichts-Vierer-ohne-Steuermann und im Leichtgewichts-Achter eingefahren. Damit errang Kilthau zugleich einen WM-Startplatz. Er wird in vier Wochen auf der U23-WM in Linz antreten.

Für die Germania-Athletin Leonie Pless, die an diesem Wochenende im britischen Eton auf der Olympiastrecke von 2012 im Leichtgewichts-Einer der Frauen angetreten war, steht die WM-Qualifikation indes noch aus. Pless erreichte am Sonntagmorgen den zweiten Platz und sicherte sich damit die Silbermedaille. Gold ging nach Österreich. Die Entscheidung, ob die Studentin aus Frankfurt auch auf der WM in Südkorea ihr Können unter Beweis stellen kann, wird auf der Weltcup-Regatta in zwei Wochen in Luzern fallen. Dort muss sie sich im Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen gegen einen weiteren deutschen Zweier behaupten. Das schnellere Duo bekommt das Ticket zur WM. „Der zweite Platz auf dem Weltcup in Eton, ist ein klasse Ergebnis und wir freuen uns sehr. Der Fokus liegt aber jetzt für uns klar beim Weltcup in Luzern“, sagte Trainier Ralf Hollmann.