10. Platz für Pless in Luzern

Auf dem Weltcup in Luzern musste sich die Frankfurter Ruderin Leonie Pless am vergangenen Wochenende dem deutschen Olympiazweier von 2012 geschlagen geben und verpasste so die Qualifikation für die Ruder-WM 2013, die im September in Korea stattfindet. Beim letzten und wichtigsten Weltcup im malerischen Luzern (Schweiz) war von Freitag bis Sonntag fast die komplette Weltelite des Rudersports versammelt.

Gemeinsam mit ihrer Berliner Partnerin Wiebke Hein war auch die Frankfurterin Leonie Pless angereist, um gegen die Olympiafinalistinnen von 2012, Lena Müller und Anja Noske um den deutschen WM-Startplatz im Leichtgewichts-Zweier zu kämpfen. Der Schnellste der beiden deutschen Zweier sollte das Ticket zur WM bekommen, lautete die Vorgabe des Deutschen Ruderverbandes.

Erst wenige Wochen zuvor hatten Müller/Noske den Titel des Vize-Europameisters 2013 sowie den Weltcupsieg in Eton für sich entschieden. Das erfahrene Olympiaduo wurde seiner Favoritenrolle gerecht und landete auf einem guten sechsten Platz. Für die Frankfurterin Pless und Teamkollegin Hein lief es dagegen von Anfang an nicht rund. Sie erreichten letztlich den 10. Platz in der Gesamtwertung und verpassten damit die Qualifikation für die WM im September.

Für Pless‘ Heimatverein, die Frankfurter RG Germania ist allerdings bereits in zwei Wochen wieder Daumendrücken angesagt, denn dann steht mit der U23-WM in Linz, aus Frankfurter Sicht ein weiteres Saisonhighlight auf dem Programm: In Linz werden die Germanen Jonas Kilthau und Sven Keßler gemeinsam mit zwei Ruderern aus Hamburg im Leichtgewichts-Vierer-ohne-Steuermann für Deutschland an den Start gehen.

Schon wenige Wochen später wird dann im August mit Lukas Duhnkrack ein weiterer Germaniaruderer die Farben der deutschen Nationalmannschaft tragen. Auf der U19-WM im litauischen Trakai wird sich Duhnkrack für die traditionell erfolgsverwöhnte deutsche Junioren-Nationalmannschaft in die Riemen legen.

„Im Juli und August stehen mit der U23-WM und der Junioren-WM für die FRG Germania zwei absolute Highlights dieses Jahres auf dem Programm. Es ist natürlich schade, dass es mit der WM-Qualifikation für Leonie Pless nicht geklappt hat, aber der ganze Verein drückt dafür Jonas Kilthau, Sven Keßler und Lukas Duhnkrack natürlich umso mehr die Daumen“, sagte Germaniatrainer Ralf Hollmann.