Germania-Achter holt Bronze in einem dramatischen Saisonfinale

Beim letzten Renntag der PRODYNA Ruder-Bundesliga am vergangengen Samstag bestätigte der Vereinsachter der Frankfurter Rudergesellschaft Germania 1869 e.V. den sehr guten 3. Platz in der Gesamttabelle. Auf der Binnenalster in Hamburg blieb er dennoch mit einem 5. Platz in der Tageswertung unter seinen Möglichkeiten.

Dabei fuhr die Frankfurter Mannschaft mit der Hoffnung zum Saisonfinale, das bisher beste Gesamtergebnis in der inzwischen seit fünf Jahren stattfindenden Ruder-Bundesliga der besten Vereinsachter in Deutschland zu erzielen. Denn die Mannschaft konnte sich über die Jahre dank der hervorragenden Arbeit von Trainer Johannes Karg und Team-Kapitän Rüdiger Lösel immer wieder steigern.

Siegerbild-Kassel-2013

Spannung versprach der abschließende Renntag allemal, denn mit 270 Metern anstatt der sonst üblichen 350 Meter der Sprintdistanz für die Paradeboote der deutschen Rudervereine. Bis zum Finale konnte sich der Germania-Achter auf Platz 2 in der Gesamtwertung vorkämpfen. Der Münster-Achter lag nur einen Punkt dahinter und der letztliche Liga-Champion vom Crefelder RC war eigentlich unerreichbar auf Platz 1.

Überraschenderweise erreichten diese drei Achter im sogenannten Zeitlauf nicht wie sonst die schnellsten Zeiten und so folgten interessante Begegnungen in den folgenden K.O.-Rennen. Hier konnte sich die Mannschaft vom Main im Achtelfinale noch deutlich gegen den Achter aus Rüdersdorf durchsetzen. Doch mit dem Achter aus Pirna wartete eine an diesem Renntag bereits im Zeitlauf stark auftrumpfende Mannschaft auf den Germania-Achter. Dieses Mal verlief der Start nicht optimal für die Hessen und so jagden beide Achter Kopf an Kopf die Strecke hinunter. Am Ende dieses Viertelfinales hatten die Sachsen das glücklichere Finish und setzten sich mit 6 Hunderstel Sekunden gegen die Mannschaft vom Main durch. So blieb dem Germania-Achter im weiteren Verlauf nur noch die Chance, bis auf Platz 5 der Tageswertung vorzufahren.

„Natürlich sind wir enttäuscht über das verkorkste Viertelfinalrennen. Wir wollten uns dieses Jahr weiter in der Gesamtplatzierung steigern. Wir sind Sportler und geben uns nur ungern geschlagen“, resümiert Daniel Ohl de Mello, der Schlagmann des Achters. Und der Rüdiger Lösel ergänzt: „Es ist ärgerlich, wenn am Ende einer langen Vorbereitungszeit und Saison ein Fehler in der Startphase letztlich so bestraft wird. Aber das ist das Niveau in der 1. Ruder-Bundesliga und das ist der Reiz in dieser Sprintliga des Ruderns. Letztlich bestätigen wir, dass wir zu recht zu den schnellsten Vereinsachtern in Deutschland gehören und darauf sind wir stolz“.

Die Frankfurter Rudergesellschaft Germania von 1869 e.V. hat mit dieser inzwischen gereiften Mannschaft einen Top-Achter und das Aushängeschild der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main und wird auch in den kommenden Regatten alles daran setzen, diese Stellung zu unterstreichen.

Jürgen Blatzheim