„Alte Herren“ – fit auch im Winter

Die Winterzeit hat für uns Ruderer so ihre Tücken: Es wird früh dunkel, die Temperaturen sind niedrig, das Main-Wasser ist saukalt, und Rudern auf dem Wasser birgt hohe Gefahren.

 

Also nutzen die „Alten Herren“ neben den anderen Gruppen die sportlichen Möglichkeiten im Bootshaus, um fit zu bleiben.

Vorweg: Die AH’s treffen sich dienstags und donnerstags im Bootshaus ab 17 Uhr sowie sonntags um 10 Uhr.

 

Die Benutzung des Ruderbeckens ist bei den „Alten Herren“ besonders beliebt, speziell als Riehmen-Anlage.

Die Kastenzeiten sind mannschaftsweise gut geplant und wechseln und in der Regel halbstündlich.

Da sitzt dann zum Beispiel Günter Blum (84) am Schlag und gibt seinem Sohn Harald (51) sowie seinen Freunden Hans Heikaus (78) und unserem ältesten Aktiven Gerd Finselbach (90) den Rhythmus vor, der für die hinter ihm sitzenden Kameraden volle Konzentration erfordert.

Andere Mannschaften lassen es etwas ruhiger angehen, wenn es geht auch länger als 30 Minuten.

Unsere „Bad Homburger “ fahren gerne Intervalle, da geht es heftig zur Sache. Jeder so wie er es mag und kann.

Auch im Fitnessraum geht es hoch her: Ergo-Fahren 10.000 m rückwärts auf Null oder umgekehrt, darüber hinaus Geräteübungen zur Stärkung von Bauch, Rücken, Armen und Beinen, oftmals mit einem Trainingsplan bis die Glieder schmerzen.

Hintergrund der ganzen Schinderei: Im Frühjahr soll es wieder ab auf’s Wasser gehen, und die 12 km bis Griesheim und zurück wollen in einer ordentlichen Zeit geschafft werden und sind deshalb eine Herausforderung: Wer im Winter nichts getan hat, kann später auf dem Main konditionelle Probleme bekommen.

Nach dem Kastenrudern oder der Arbeit an den Geräten geht es in der Regel weiter zum Tischtennis, denn  Abwechslung ist wichtig. Am meisten Spaß bereiten  die Spiele als Doppel. Bei diesen Mannschaftsspielen haben sich im Laufe der Zeit sehr geübte Spieler entwickelt, die kaum zu bezwingen sind. Auf jeden Fall geht es laut und spannend zu. Von der „Ersatzbank“ ertönen oft nicht immer ganz ernst zu nehmende Zwischenrufe.

Gelegentlich laufen auch Saunamänner durch den Raum, was aber den Spielfluß nicht hindert.

Am Ende des Abends gibt’s zur Belohnung kühles Weizenbier und einen Imbiß im Klubraum oder in der Klubbar.

Unser Wunsch ist es, daß noch viel mehr „Alte Herren“ sich beteiligen und diese geselligen  Zusammenkünfte im Bootshaus nützen, um sich so auf die kommende Rudersaison vorzubereiteten. .

 

Dieter Eickhorn