Jonathan Koch ist Deutscher Meister

Auf der Deutschen Kleinbootmeisterschaft am 26. und 27. April in Köln hat der Frankfurter Jonathan Koch in einem spannendne Finale mit seinem Zweierpartner Lars Wichert aus Hamburg den Titel des Deutschen Meisters im Zweier-Ohne-Steuermann der Leichtgewichte errungen.

Das Finale vom Sonntagvormittag war aus Frankfurter Sicht besonders spannend, denn neben Koch hatten sich mit Sven Keßler und Jonas Kilthau zwei weitere Ruderer der Frankfurter Rudergesellschaft Germania (FRG) mit einem Vorlaufsieg und einem zweiten Platz im Halbfinale für das Finale qualifiziert.

Keßler und Kilthau wollten es allen von Anfang an zeigen: Mit einem Blitzstart hatten sie das Finalrennen begonnen und lagen bei 500m eine Bootslänge vor ihren Verfolgern.
Auch bei 1000m lagen die Frankfurter an der ersten Position. Doch dann mussten die beiden Deutschen U23-Meister von 2012 und 2013 dem hohen Tempo Tribut zollen. Ihr Vereinskollege Jonathan Koch schob sich im Zweier mit Lars Wichert Stück für Stück an das reine FRG-Boot heran und überspurtete es an der 1250m Marke.
Mit hauchdünnem Abstand vor dem zweitplatzierten Boot aus Hannover kamen Koch und Wichert als erste über die Ziellinie. Kilthau und Keßler kamen am Ende auf den fünften Platz.

Weniger glücklich als bei den Männern lief es für die Frauen der Frankfurter Rudergesellschaft. Die Ruderinnen Leonie Pless und Katrin Thoma schafften es beide bis ins Halbfinale, das jedoch am Ende ohne sie stattfand. Die Medaillenanwärterin Pless musste ebenso wie Vereinskollegin Thoma krankheitsbedingt abmelden.

„Man kann kaum beschreiben, was sich da für uns abspielte. Beide Ruderinnen waren Top drauf und besonders Leonie hätte ich zugetraut, ganz vorne mitzufahren und Katrin war auf Finalkurs”, so der Germania-Cheftrainer Ralf Hollmann. Besonders tragisch: Schon im Vorjahr mussten beide Ruderinnen auf der Meisterschaftsregatta krankheitsbedingt abmelden. „Das ganze Jahr lief super, alle Zeiten, Vorleistungen und physische Stärken konnten im Trainingsprozess verbessert werden, dennoch ist der Umstand, dass man es nun nicht endgültig beweisen kann, extrem enttäuschend und wir müssen analysieren und reflektieren, warum uns das zum zweiten Mal passiert“, sagte ein völlig enttäuschter Ralf Hollmann.

Als weitere Frankfurterin war Christiane Huth auf der Deutschen Kleinbootmeisterschaft angetreten. Sie erreichte das B-Finale im Einer der Schwergewichtsfrauen und kam in der Gesamtwertung auf den zehnten Platz.

Erfreulich war wiederum das Abschneiden von Alexander Usen und Jan Kruppa, die am Ende das sechstschnellstes U-23-Boot wurden. „Im Finale der U23-Boote waren sie bis kurz vor dem Ziel sogar vierte, mussten dann aber abreißen lassen. Dennoch war das eine gute Leistung“, so Oliver Palme, der Sportvorsitzende der Frankfurter Germania, der alle Rennen verfolgte.