Vier Germanen starten beim Weltcup Finale in Luzern

Luzern, Rotsee. Beim abschließenden Weltcup Finale im schweizerischen Luzern auf dem so genannten „Göttersee“, dem Rotsee, ruderten gleich vier Germanen in den deutschen Auswahlbooten.

Leonie Pless sollte eigentlich im leichten Einer an den Start, doch eine Erkrankung von Lena Müller am Tag vor der Anreise machte diese Pläne zunichte. Sie ruderte nach Willen des DRV in Luzern mit Anja Noske im olympischen 2x. Diese Kombination siegte ja schon in Duisburg zur Internationalen Regatta im Mai und holte immerhin die Bronzemedaille beim letzen Weltcup in Frankreich. Da die verantwortlichen Bundestrainer sich allerdings gegen Leonie im 2x entschieden hatte, war diese Kombination im Prinzip bei niemanden mehr eine Möglichkeit doch noch in dieser Bootsgattung zur WM zu reisen.

So ruderten die beiden im Halbfinale, wo man bekanntlich dritter werden muss, nur als vierte durchs Ziel, somit also nur das B- Finale. Dieses wurde am Sonntagmorgen dann als zweite hinter DEN beendet.

Leonie bereitet sich ab nun auf den Start im leichten Einer für die WM vor.

Die drei leichten Männer Jonathan Koch (LM4-), Jonas Kilthau und Sven Keßler (LM8+) ruderten in ihren Bootsgattungen jeweils auch in das B- Finale. Dennoch muss man hier differenzieren: Die Leistung vom leichten 4- mit Jonathan Koch ist als deutliche Steigerung einzuschätzen, denn der 2013 LM4- wurde in Luzern nur 11. Boot. Der Vierer verpasste das Finale auch nur sehr knapp mit einem Luftkasten. Wenngleich es in dieser Bootsgattung immer so eng zugeht, ist das dennoch eine Steigerung. Allerdings fehlten die Boote aus den USA und China, die auch schnelle Vierer in der Saison 2014 gerudert sind. Es bleibt also spannend, ob es endlich mal wieder einen deutschen Vierer gelingen wird eine Finale zu erreichen, dass war nämlich das letzte Mal 2010!

Kilthau du Keßler hatten bei ihrem Debüt auf dem Göttersee gleich ein göttliche Begegnung. Als deutscher leichter Achter starteten sie bei den schweren. Das bedeutete, dass im Vorlauf mal eben der Deutschland Achter neben ihnen lagen, sowie die weiteren Top Kandidaten aus Russland und Groß Britannien.

Am Ende fanden sie sich im B Finale wieder und konnten den leichten holländischen Achter deutlich auf Distanz halten, was ein tolles Ergebnis ist. Auch die gefahrene Zeit von 5:42 lässt auf eine vordere Platzierung bei der WM hoffen.

Eigentlich hätte auch Katrin Thoma in Luzern starten sollen, sie war auch gemeldet. Aber auch in ihrer Bootsgattung des LW4x kamen kein Vorläufe zustande, so dass sie auf ihr Debüt am Rotsee, eine Auszeichnung für jeden Ruderer, noch ein Jahr warten muss.

Alles in allem war die FRG mit fünf Aktiven hier gemeldet, aus den oben beschriebenen Ereignissen darf man den Schluss ziehen, dass in allen Booten noch Luft nach oben ist. In der Hoffnung, dass nun bei den Nominierungen nichts mehr anbrennt, sollten 5 Germanen zur WM in Amsterdam dabei sein. !!

Pressestelle FRG