GERMANIA-ACHTER GREIFT NACH DEM TITEL

Nach dem Gewinn des 4. und vorletzten Renntags der 1. Liga der PRODYNA Ruder-Bundesliga auf dem Aasee in Münster steht die Mannschaft der Frankfurter Rudergesellschaft Germania von 1869 e.V. an der Tabellenspitze. Trotz der zum Teil widrigen Wetterbedingungen setzten sich die Ruderer vom Schaumainkai am Ende gegen den ärgsten Rivalen und Meister der letzten Jahre vom Crefelder Ruder-Club durch.

©Ruder-Bundesliga

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Die Athleten aus der Finanzmetropole Hessens sind damit vor dem letzten Renntag der PRODYNA Ruder-Bundesliga, der Sprintliga für Vereinsachter aus ganz Deutschland, Favorit auf den Gewinn der Meisterschaft.

Angesichts einiger Personalsorgen wurde mit Alexander Usen ein Leistungsruderer der Germania in den Kader aufgenommen, der das Team bereits zuvor im Training unterstützt hatte. Mit einem Sieg im Zeitlauf fand der Germania-Achter trotz ungewohnter Besetzung erneut gut in den Renntag, wobei die Zeitabstände im 15-Boote-Feld deutlich geringer waren als zuletzt in Rüdersdorf. Aufgrund von Gewittern mussten die einzelnen Rennblöcke zwei Mal verschoben werden, was den Mannschaften viel Disziplin und Nervenstärke abverlangte. Regen, Hagel, Sonnenschein und Wind verlangten alles von den Ruderern in ihrer Konzentration auf das nächste Rennen ab. Hier zahlte sich die über nunmehr 6 Jahre erruderte Reife der Mannschaft aus. Entschlossen und hochmotiviert ließ sie sich nicht durch die Wetterbedingungen aus ihrer Rennvorbereitung reißen und meisterte hartnäckige Gegner. Denn es kreuzten die diese Saison stark fahrenden Achter aus Pirna (Pirna8er) und Hamburg (Dole-Achter) den Weg des Germania-Achters im Viertel- bzw. Halbfinale. Doch auch an diesem Renntag zahlte sich wieder die Taktik aus, von Rennen zu Rennen zu denken und jeden Gegner entsprechend ernst zu nehmen und so fuhren die „Maschinen vom Main“ in das A-Finale.

Hier wartete mit dem Crefelder RC der die letzten Jahre dominierende Sprintachter in der deutschen Clubachter-Szene. Wie schon in den letzten Renntagen, so wurde es am Ende ein Rennen auf Augenhöhe, welches der Germania-Achter dann auf den letzten 15 Schlägen für sich entscheiden konnte und mit der schnellsten an diesem Renntag überhaupt gefahrenen Zeit den Tagessieg einfuhr.

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Paul Dienstbach, Weltmeister im Vierer ohne Steuermann des Jahres 2002 und im Maschinenraum mit Garant für die immense physische Leistung des Germania-Achters, resümiert: „Das war eine schwere Aufgabe, doch wir konnten uns schließlich nach dem Zeitlauf und Viertelfinale durch Umbesetzungen noch einmal steigern. Ich bin stolz auf meine Mannschaftskameraden, dass sie jedes Rennen zupacken, sich nicht irritieren lassen und mit großer Konsequenz und Leidenschaft diesen Tag absolviert haben.”

Nach vier Renntagen und drei Tagessiegen befindet sich der Germania-Achter in einer hervorragenden Ausgangsposition und kann als Tabellenerster zum großen, finalen Renntag in Hamburg auf der Binnenalster am 13. September fahren.

 

Autor: Jürgen Blatzheim