Germania-Achter beendet Saison als Vize-Liga-Champion

©Ruder-Bundesliga

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Der 5. und letzte Renntag der PRODYNA Ruder-Bundesliga verlief dennoch enttäuschend aus der Sicht des Vereinsachters der Frankfurter Rudergesellschaft Germania 1869 e.V. Sprichwörtlich in letzter Sekunde entriß der bislang zweitplazierte Achter des Crefelder RC den Frankfurtern die Krone in der Sprint-Liga für Clubachter in Deutschland.

 

Die Frankfurter Mannschaft kam als größter Aspirant auf den Titel an die Binnenalster in Hamburg und wollte dabei eine überragende Saison mit dem erstmaligen Gewinn der Meisterschaft krönen. Doch es kam anders, als gedacht und die Krefelder zogen ihre letzte Chance und suchten schon vorzeitig an diesem letzten Tag einer Rennserie aus 5 Tagen das direkte Duell mit den bis dahin dominierenden Ruderern aus der Finanzmetropole Hessens. Um 5 Hundertstel Sekunden oder ca. 10 Zentimeter unterlag das Boot aus Frankfurt dem langjährigen und neuen Liga-Champion aus der Seidenstadt Krefeld.

Noch im Zeitlauf konnten die „Maschinen vom Main“ ihre starke Physis unter Beweis stellen und ruderten dort die schnellste Zeit des gesamten Renntags. Das spezielle Training, was die Ruderer in den letzten Tagen vor dem Saisonfinale für diese noch einmal kürzere Distanz als an allen anderen Renntagen absolvierten, schien sich damit auszuzahlen.

Doch die erfahrenen Krefelder pokerten in diesem Zeitlauf und fuhren bewusst unter ihren Möglichkeiten, um nach dem Reglement die Chance auf eine frühe Begegnung mit dem Germania-Achter zu erzwingen und so durch einen Sieg den Frankfurtern weitere wichtige Punkte für die Gesamttabelle zu verwehren. Wie durch ein Wunder fuhren die Krefelder tatsächlich auf den 8. Platz der Zeitfahrwertung, welcher zusammen mit dem 9. Platz die Möglichkeit ergab, die ihnen einzig verbliebene Chance auf den Gesamtsieg zu wahren.

Die Crew aus Krefeld, die sich nochmals für diesen Finallauf personell verstärkten, u.a. mit Kristof Wilke, der 2012 als Schlagmann des Deutschland-Achters Olympiasieger wurde, sicherte sich im weiteren Verlauf des Renntags den Tagessieg und damit genügend Punkte, um die sich nunmehr seit Jahren verbessernde Mannschaft von Trainer Johannes Karg auch noch in der Gesamttabelle abzufangen.

Sichtlich enttäuscht über diesen Finaltag, aber auch stolz über die bisher beste Saison auf der Sprint-Distanz, schloss der Germania-Achter die Saison 2014 ab und blickt nun schon nach vorne auf das nächste Event, der Weltpremiere der Rowing Champions League mitten in Berlin auf der Spree. Dort versammeln sich am 20. September 2014 rund 32 Clubachter aus ganz Europa, um dort im internationalen Vergleich einen Sprintmeister zu ermitteln.

 

Autor: Jürgen Blatzheim