Germania-Achter ist Deutscher Sprintmeister 2014

Bei der diesjährigen 18. Deutschen Sprintmeisterschaft des Deutschen Ruderverbandes in Eschwege auf dem Werratalsee holte sich der Sprint-Achter der Frankfurter Rudergesellschaft Germania von 1869 e.V. den Titel. Die Ruderer vom Schaumainkai brachen damit die seit 2007 bestehende Vorherrschaft des Achters vom Crefelder RC und setzten ihrer bisher erfolgreichsten Saison die Krone auf.

Nach 2005 und 2006 ist dies das dritte Mal, dass die Frankfurter Mannschaft diese Meisterschaft über die kurze Sprintdistanz von 350 Metern für sich entscheiden konnte. Dabei gewannen die physisch und technisch starken Ruderer denkbar knapp und letztendlich glücklich mit nur 1 Hundertstel Sekunde.

Auf Grund des Meldeergebnisses wurde direkt das Finale ausgefahren und so standen sich mit dem Achter des Crefelder RCs und des RCs Allemannia Hamburg alte Bekannte aus der Ruder-Bundesliga, der Sprintliga über 350 Meter und 5 Renntage nur für Vereinsachter, gegenüber. Das Sprintteam Mülheim hatte zuvor abgemeldet. Vom Start weg wurde klar, dass es auch dieses Mal ein Kopf-an-Kopf-Duell zwischen den Frankfurtern und Krefeldern geben würde. Über diese Sprintdistanz und vor allem bei nur einem Rennen entscheidet viel die Tagesform und auch die mentale Vorbereitung auf den Wettkampf. Hier sollte sich die nunmehr über Jahre erarbeitete Routine bei den Frankfurtern auszahlen, die sich auf den Punkt konzentrieren können. Denn es ist ein Kunststück und macht die Faszination gerade des Achters als Bootsgattung im Rudersport aus, dass sich acht Ruderer in nahezu perfekter Synchronität bewegen, um das Boot schnell zu machen. Die Frankfurter, wie auch die Krefelder, beherrschten dieses in diesem Jahr besonders gut und beide Mannschaften lieferten sich und den Zuschauern bei sehr guten Wetterbedingungen ein grandioses Rennen mit dem glücklicheren Ausgang für die Mainhessen.

Der Germania-Achter, der sich als reine Amateurmannschaft in dieser Saison so konsequent wie nie zuvor auf

©rudern.de

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höchste Leistung ausgerichtet hatte, besiegte damit den ärgsten Rivalen vom Crefelder RC wie schon zwei Wochen zuvor beim Finale der Rowing Champions League in Berlin. Nur in der 1. Ruder-Bundesliga wollte es dieses Jahr leider nicht dafür reichen, wenngleich die Krefelder den Austragungsmodus dieser Sprintliga taktisch ausnutzten und letztlich etwas glücklich Liga-Champion vor dem Germania-Achter wurden.

Mit dem diesjährigen Gewinn der der Rowing Champions League, dem Gewinn Vizemeisterschaft in der 1. Ruder-Bundesliga und jetzt dem Gewinn des Deutschen Sprintmeisters im Achter blickt der Germania-Achter auf seine erfolgreichste Saison zurück.

 

 

Autor: Jürgen Blatzheim