Germania beeindruckt mit besten Ergebnissen in Brandenburg

Deutsche Kleinbootmeisterschaften in Brandenburg

Drei Medaillen, davon einen Titel, sowie vier A -Final Teilnahmen und zwei B- Final Teilnahmen konnten gestern auf dem Brandenburger Beetzsee von der Trainingsgruppe des Top Teams der Germania errudert werden und dokumentiert ein weiteres Mal die Ausnahmestellung der FRG Ruderer im Süden der Republik, wo kein einziger Verein diese Bilanz aufweisen kann.

„Das war das beste Ergebnis einer Germania Trainingsgruppe, was es anlässlich der wichtigsten Überprüfung des DRV in den letzten Jahrzenten gegeben hat, und die letzten Jahre waren schon wirklich in der Spitze und Breite erfolgreich“, resümiert Cheftrainer Ralf Hollmann die Ergebnisse der drei Tage in Brandenburg.

14 FRG Athleten sind zu dieser Kleinboot DM angereist und fast alle erfüllten die Anforderungen, die in sie gesteckt worden sind.

An der Spitze, sowohl technisch, taktisch und auch in eindrucksvoller Physis war es einmal mehr Jonathan Koch mit Lars Wichert (Allemania Hamburg) die im LM2 – allen anderen deutschen Crews nicht den Hauch einer Chance gaben. 2014 noch mit wenigen Zehnteln als erstes ins Ziel gekommen, ruderten sie am vergangenen Wochenende in allen Läufen einen Start-Ziel Sieg. Im Finale erruderten sie unangefochten mit Spitzenzeiten den Sieg und somit sollte eine sichere Qualifikation für den LM4-, der einzigen olympischen Bootsklasse, im Prinzip nichts mehr entgegenstehen.

Aber in diesem Rennen wurde es aus Germania Sicht ein noch schönerer Vormittag über den spiegelglatten Natursee in Brandenburg, den Jonas Kilthau und Sven Kessler, unsere Weltmeister von 2014, ruderten auf den Bronzeplatz ein, was kaum für möglich gehalten wurde. Im Halbfinale waren sie im Prinzip schon ausgeschieden, lagen sie doch 100m vor dem Ziel fast eine Länge hinter der rettenden dritten Platzierung, konnten mit einem sensationellen Endspurt aber noch um 2/100 Sekunden den dritten Rang erreichen. Im Finale lagen sie ständig an der dritten Position und   liefen im Endspurt noch ein wenig ins zweite Boot auf, dass aus Marburg/Treis Karden kommt.

Also, Hessenpower in dieser Bootsgattung, denn auch der viertplatzierte Tobias Schad mit seinem Stuttgarter Partner St. Roller kommt aus der Trainingsgruppe der Germania, startet aber für den Mühlheimer RV.

Die dritte Medaille holte sich Leonie Pless, die Bronze gewann. Taktisch anders als in den letzten Jahren ging sie das Rennen nicht so schnell an und lag aber bei 500m fast 4 Sekunden hinter Dräger und 2,5 Sekunden hinter Noske, den ewigen Rivalinnen in dieser Bootsgattung. Ab der 1000m Marke kam Leonie immer dichter an die Spitze heran, aber die Altmeisterin Marie Dräger, gewann, so wie seit nunmehr 10 Jahren diesen Titel unangefochten. Im Ziel lagen zwischen Leonie und der Silbermedaille aus Saarbrücken eine knappe Bootslänge. Eventuell war es am Anfang ein wenig zu langsam, aber da Leonie ja nicht mehr für den Deutschen Ruderverband starten wird, war dies ein Aufbaurennen für sie auf dem Weg nach Rio 2016, wo sie ja nun für den österreichischen Ruderverband an den Start gehen wird. Nach den beiden krankheitsbedingten Absagen der Jahre 2013 und 2014 aber immerhin die erste Medaille auf dieser Meisterschaf für Leonie überhaupt.

Das B- Finale sicherte sich Katrin Thoma in einer toller Zeit, die sie sicher im A Finale unter die Top 5 gebracht hätte, den Sieg im LW1x. Im Halbfinale hatte sie einfach mit den Wellen der Regattastrecke so sehr zu tun, dass sie leider nur vierte wurde und ins B- Finale kam. Dieses dominierte sie dann aber gegen die ehemalige Weltmeisterin Daniela Reimer aus Potsdam und darf nun mit einer weiteren WM Nominierung im Verlauf der Saison rechnen.

Eine Sensation war das Wochenende für Johannes Ursprung. Er trainiert seit einem Jahr wieder in dieser Trainingsgruppe und konnte schon Leipzig mit einem 6. Platz aufhorchen. Das er es aber in Brandenburg in einem unfassbaren Halbfinallauf als dritter ins Finale schaffte, verschlug allen die Sprache. Diese Leistung, bei immerhin über 35 Booten, ist wirklich nicht hoch genug einzuschätzen. Im Finale belegte er den sechsten Platz auch weit hinter anderen Skullern, die er teilweise in den Zwischenläufen geschlagen hatte, aber an der physischen Weiterentwicklung wird in den nächsten Monaten zu arbeiten sein.

Die letzte B- Final Teilnahme sicherten sich im M2-, Nico Merget und Lukas Duhnkrack. Sie wurden in der Endabrechnung neuntes Boot, was in der U-23 Endabrechnung das zweitschnellste Boot bedeutet. Sie waren in allen Rennen auf der Höhe und konnten insbesondere in einem erbitterten Viertelfinalkampf den wichtigen dritten Platz sichern, der sie zum B- Finale berechtigte. „ Nico und Lukas sind mit die stärksten am Ergometer gewesen, haben eine tolle Langstrecke in Leipzig gerudert und nun sind sie an der Spitze im B -Bereich angekommen. Das ist natürlich sehr erfreulich. Zum Spitzenbereich, den Deutschland Achter Athleten sind es aber sicherlich noch zwei bis drei Bootslängen“, so Ralf Hollmann zur Einschätzung der Leistung. Wichtigstes Ziel ist es, die U23 WM abzusichern.

Weitere Platzierungen FRG Germania:

C-Finale: Platz vier Christiane Huth im W1x, Platz 5 Bock/Nonnast im M2-

D-Finale: 1. Platz Clara Bergau im LW1x, 2. Alexander Usen/Jan Kruppa, 5. Fabian Bindenberger/Matthias Glaser (Limburg)

Bilder siehe hier

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