Germania Vierer gewinnt zweimal in Essen, Ursprung holt Sieg

Ein fantastisches Ergebnis erruderte die U23 Gruppe des Top Teams in Essen anlässlich der Internationalen Regatta in Essen. Der FRG Vierer und zwar als reiner Vereinsvierer fuhr an beiden Regattatagen allen DRV Vierern davon. Darüber hinaus gab es klasse Ergebnisse für Johannes Ursprung und Clara Bergau.

Bereits seit Mittwoch vergangener Woche weilte fast das komplette TOP Team der Germania in Essen. Am „Vatertag“ wurde das sogenannte Ranglistenrudern aller U23 Boote auf dem Baldeneysee ausgetragen. Hier wurden jeweils nur zwei Vorläufe gesetzt, aus denen sich dann die Finalisten und somit stärksten Ruderer der U23 herauskristallisierten. Die FRG war gleich mit vier Männer Zweierbesetzungen und Clara Bergau am Start.

In das Finale der stärksten Zweier dieses Jahres ruderten sich Nico Merget und Lukas Duhnkrack. Sie ruderten eindrucksvoll im Finale um den Sieg, welchen sie dann leider auf den letzten 100m verloren. Aber in 6:29min und nur eine Sekunde hinter dem Sieger aus Berlin ein eindrucksvolles und fantastisches Ergebnis. Das B -Finale war auch sicher in Germania Hand. Alexander Usen/Jan Kruppa siegten hier vor den Vereinskameraden Philipp Nonnast/Moritz Bock. Was für ein Ergebnis!! Fabian Bindenberger und Matthias Glaser (Limburg) wurden leider vom Bundestrainer nicht in diese gesetzten Läufe gemeldet und ruderten im C- Finale auf den dritten Platz.

Bei den Damen der Leichtgewichtsklasse ruderte sich Clara Bergau in das Finale. Auf der Deutschen Kleinbootausscheidung vor vier Wochen war sie vor dem entscheidenden Viertelfinale noch wegen einer Unachtsamkeit ins Wasser gefallen und konnte nicht ihr Potenzial zeigen.

Nun in Essen ruderte sie im Finale bis kurz vor der 1000m Marke sogar ganz vorne, musste dann aber der Favoriten aus Trier den Vorrang geben. Mit vier Sekunden hinter der Siegerin kam Clara mehr als glücklich ins Ziel. Eine super Leistung.

Nach einem Tag lockerem Training wurde dann in den Mittelbooten versucht, die besten deutschen Vierer bei den Männern und Doppelzweieren bei den leichten Damen herauszufinden.

Üblich ist es, dass die besten Kleinboote nach dem Ranking vom Donnerstag zusammengesetzt werden. Nicht bei den Männern, wo FRG Cheftrainer Ralf Hollmann schon vor der Veranstaltung deutlich machte, dass er Vierer aus der eigenen Gruppe zusammensetzen würde und dieses auch meldete.

Am Samstag kamen beide Vierer aus der eigenen Trainingsgruppe der Germania in Finale. Und dann sollte es zu einem grandiosen Sieg für Usen/Kruppa/Nonnast/Bock kommen, die fast einen Start- Ziel Sieg erruderten. „ Das war nicht nur eindrucksvoll, sondern zeigt, dass man durch gemeinsames Training in einer Trainingsgruppe zusammenwächst und auch Zweierleistungen nicht immer der letzte Erkenntnis in Hinblick auf die anderen Boote ist“, so ein glücklicher Trainer der FRG.

Doch wie immer, kommt es anders wenn die „falschen“ Boote gewinnen. Entgegen der Absprache mit den verantwortlichen Bundestrainern, wurde kurzerhand das eigentlich für den Sonntag geplante Achterrennen abgesagt und noch einmal alles vom DRV in die Vierer gesetzt um den Vereinsvierer zu schlagen!

Darauf reagierte FRG Coach Hollmann, in dem er seine physisch stärksten Ruderer alle in ein Boot Platz nehmen ließ. Also wurde Usen/Kruppa gegen Merget/Duhnkrack ausgetauscht.

Natürlich lag viel Nervosität vor diesem Rennen in der Luft. Aber, auch diesmal konnte keiner der anderen diesen FRG Vereinsvierer schlagen und wieder durfte die Germania am Siegersteg anlegen, wo am Sonntag eine fast volle Zuschauertribüne die Sieger erwartete.

Clara Bergau konnte an beiden Regattatagen mit unterschiedlichen Partnern der Rangliste immer bestes deutsches Boot werden und hat die WM Fahrkarte so gut wie sicher in der Tasche. In welcher Bootsgattung wird sich noch zeigen.

Einen eindrucksvollen Sieg gab es im Rahmen der Regatta für Johannes Ursprung der mit Roman Acht aus Limburg an den Start im LM2x ging. Ein Start Ziel Sieg gegen gute internationale Konkurrenz macht Geschmack auf mehr. Die beiden werden die deutschen Farben bei der Universade in Süd Korea vertreten dürfen. Das war nach dem Sieg klar.

Einzige FRG Starterin, bei der er nicht so wie gewünscht lief, war unsere WM Medaillenträgerin Katrin Thoma, die in unterschiedlichen Besetzungen im LW2x an den Start ging und leider das Potenzial aus den tollen Einerrennen, nicht in den Zweier mit den Partnerinnen Reimer(Potsdam) und Anlauf (HH) bringen konnte.

 

Pressestelle FRG