7 Germanen qualifizieren sich für die U23-Weltmeisterschaft – Germania-Vierer holt WM-Ticket

Der Männer-Vierer ohne der Frankfurter RG Germania hat auf der Internationalen Regatta in Ratzeburg das Ausscheidungsrennen um die Tickets zur U23-WM gewonnen. Der Germania-Vierer mit Alexander Usen, Jan Kruppa, Moritz Bock und Philipp Nonnast setzte sich mit etwas mehr als einer halben Länge im erwartet engen Rennen in einer Zeit von 6:03,90 min durch. Vom Start weg konnten die Frankfurter dabei ihre stärksten Konkurrenten auf Abstand halten und damit die Führung bis ins Ziel behaupten.

Das Auswahlboot des Stützpunktes Dortmund aus Dorsten/ Siegburg und Münster wurde in einem dramatischen Rennen hinter sich gelassen, damit starten alle sechs Germania-Athleten der U23-Gruppe auf der diesjährigen Weltmeisterschaft in Plovdiv (Bulgarien) vom 22. – 26. Juli. Lukas Duhnkrack und Nico Merget waren schon vor den Ausscheidungsrennen qualifiziert, hatten sie sich schon vorher durch die Kleinbootleistungen für den U23-Deutschlandachter qualifiziert.

viererAuch Clara Bergau konnte sich im Leichtgewichts-Bereich für die U23-WM mit einem zweiten Platz im Ausscheidungsrennen qualifizieren. Sie verlor im entscheiden Rennen gegen die Dresdnerin Samantha Nesajda mit einem knappen Rückstand von weniger als 1 Sekunde, zeigte einen sensationellen Endspurt und ist nun für den Doppelvierer gesetzt.

Trainer Ralf Hollmann: “Wir waren bei 1500m schon ne Länge weg, doch dann kam es zur erwarteten Dramatik. Es war schon eine knisternde Stimmung, aber die vier Athleten haben mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugt. Leider hat es Clara sehr dramatisch verpasst den Einer zu fahren, aber sie ist auf jeden Fall im Doppelvierer auf der WM.”

Die Leistungen der Athleten und Trainer Ralf Hollmann ist umso höher einzuschätzen, als es in der heutigen Zeit eigentlich unmöglich ist mit einem reinen Vereinsboot auf die WM zu fahren. Die Bundesstützpunkte setzen Auswahlboote aus den verschiedenen Regionen zusammen. Der Deutsche Ruderverband hatte das Frankfurter Projekt unterstützt und die Freigabe zum Rennen erteilt, jetzt konnten sich alle über das Ergebnis freuen.

Vorstand Sport Oliver Palme: „Rudern ist ein sehr zeitintensiver Sport. Die Ausbildung und das mehrstündige tägliche Training sind kaum unter einen Hut zu bringen, deshalb haben wir unser System umgestellt. Wir versuchen die Athleten in Frankfurt optimal zu fördern und auch den Teamgeist zu nutzen. Dass sich das dieses Jahr so auszahlt, damit haben wir natürlich nicht in unseren kühnsten Träumen gerechnet. Die duale Karriereplanung stand zuerst im Vordergrund, nun stellen wir aber fest, dass das Vertrauen in die Athleten und der interne tägliche Konkurrenzkampf zusätzliche Leistungsentwicklungen bringen. Danke auch an den hessischen Landestrainer Harald Blum, der unter schwierigen Bedingungen dieses Projekt immer unterstützt hat.“