“How sweet it is”: Hervorragende Ergebnisse der Germania Topruderer zum Auftakt der olympischen Saison

Zwei Siege, einen vierten Platz und weitere gute Platzierungen erruderten die Spitzensportler der FRG Germania am gestrigen Sonntag bei der Auftaktveranstaltung des Deutschen Ruderverbandes in Leipzig in die olympische Rudersaison.

Bereits am Samstag mussten alle Kaderruderer den 2000m Ergometertest in den ehrwürdigen Räumlichkeiten des SC DHfKin Leipzig  absolvieren. Fast 300 Spitzensportler aus Deutschland mussten sich diesem Test stellen, der verpflichtend war.

Das Top Team der FRG war mit allen Athleten bis auf Kessler und Koch angereist, die sich ja in der unmittelbaren Vorbereitung des leichten Vierers befinden. Die Ergebnisse waren im Durchschnitt sehr gut, mehrere persönliche Bestzeiten wurden errudert, andere waren alle im Bereich der persönlichen Bestleistungen. Lukas Duhnkrack konnte sich mit 5;52min bei den Männer an die Spitze des Feldes setzen, genau wie Juliane Faralisch, die in 6:41 eine Weltklassezeit erruderte und somit in Anwesenheit der kompletten Olympiamannschaft der Frauen, die stärkste Ruderin Deutschlands ist.

„Ich war schon ein wenig überrascht, dass die Ergebnisse so gut waren, denn wir sind ja erst am Mittwoch aus unseren wunderschönen Trainingslager in Portugal gekommen und ich hatte das wirklich nicht erwartet“, so Ralf Hollmann.

Doch es sollte noch besser kommen:

Am Sonntag musste traditionell die zweite Hürde des Wochenendes genommen werden, die 6km Langstrecke auf dem Halle -Saale Kanal in Burghausen.

Und gleich zu Anfang der Paukenschlag aus Sicht der FRG: Lukas Duhnkrack und Nico Merget, unsere U23 Weltmeister,  konnten dieses Rennen mit 10(!) Sekunden Vorsprung gewinnen. Man muss zwar berücksichtigen, dass der komplette Deutschland Achter nicht am Start war, aber sonst alle U23 Boote der Stützpunkte vertrete waren „ Diese Leistung hatte ich erhofft und natürlich auch gewünscht, aber des dann unter dem Druck auch umzusetzen, ist natürlich eine große Leistung unsere  beiden Modelathleten. Sie sind auf der mörderischen Strecke einfach am konstantesten gerudert und hatten den geringsten Abfall. Nun schauen wir mal, was in zwei Wochen zur Deutschen Kleinbootmeisterschaft passiert. Da werden die Olympiatickets vergeben. Noch sind die beiden im Rennen“,so der Cheftrainer der FRG.

Gleich ein Rennen später haben sich Jonas Kilthau und Tobias Schad im leichten Zweier durchgesetzt. Am Ende wurde es noch einmal knapp, aber mit 2 Sekunden Vorsprung gewannen sie dieses Rennen. Die olympischen Rollsitze sind ja bereits vergeben, darum geht es für die beiden Weltmeister der Jahre 2014 und 2015  bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften um den Sieg in dieser Bootsgattung.

Die nächstbeste Platzierung erruderte in einem dramatischen Rennen Katrin Thoma. Unsere Sportlerin des Jahres konnte in einem Feld von 6 bis 7 Booten die innerhalb von wenigen Sekunden ins Ziel kamen, den insgesamt vierten Platz errudern. Das ist eine top Platzierung in der eng umkämpften Bootsklasse des Doppelzweiers, da hier ja nur zwei olympische Rollsitze vergeben werden. Die Konkurrenz mit über 25 Booten war auch hier extrem hoch. Unangefochten vorne mit riesigem Abstand Marie Dräger aus Rostock, die am Tag zuvor mit 6:59 auf dem Ergometer einen deutschen Rekord aufgestellt hatte und als erste leichte Frau Deutschlands die Marke von 7.00min unterbot!

Somit ist auch Katrin noch im Rennen um die Vergabe der olympischen Rollsitze. Wenn sie auf der 2000m Normaldistanz in zwei Wochen ins Finale rudert, dann kommt sie in eine Selektion des olympischen Bootes.

 

 

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