Juliane in Berkley, Kalifornien

Neben unseren drei Ruderern Philipp, Christoph und Oliver gibt es nun auch eine Germanin, die in den USA an einer Elite Universitaet studiert und rudert. Seit Anfang September studiert Juliane an der renomierten University of California, Berkley.

Aufschrift von Julianes Spint

Aufschrift von Julianes Spint

Zwischen den Vorlesungen und dem Training fand Juliane Zeit kurz ueber ihre ersten Erfahrungen zu berichten.

SB: Juliane, Du bist nun knapp einen Monat an Berkley. Hast Du dich schon einleben koennen?

Juliane: Natuerlich war es Anfangs etwas schwierig sich hier zu Recht zu finden. Bedingt durch die Weltmeisterschaften in Rotterdam kam ich ca 1 1/2 Wochen spaeter an und musste erst einmal mit dem Campusplan in der Hand die verschiedenen Gebaeude finden und mich an das Unisystem gewoehnen. Mittlerweile jedoch komme ich gut zu Recht und es macht extrem viel Spass, dass man hier den Fokus auf die Uni legen kann.

SB: Welchen Abschluss strebst Du an?

Juliane: Ich bin im ersten Jahr und moechte mir ueber eine breite Auswahl an Kursen mehr Klarheit ueber mein Hauptstudium verschaffen. Zuerst wollte ich in Richtung Business gehen, doch momentan belege ich Mathe und Psychologie und koennte mir auch einen Psychologie Major vorstellen. In diesem Jahr will ich mir erstmal einen Ueberblick verschaffen, um mich dann genauer spezialisieren zu koennen.

SB: Wie sind Deine Eindruecke von der Rudermannschaft?

Julianne: Einige meiner Ruderkameradinnen kannte ich schon von den verschiedenen internationalen Wettkaempfen und es macht extrem viel Spass sich mit solchen Top-Leuten gegenseitig zu pushen und zu trainieren. Es gibt hier einige Athletinnen aus Australien, Kanada, England, Norwegen und natuerlich den USA. Wir sind ein grosses Team und bei ueber 30 Ruderinnen muss man schon rechtzeitig zum Ergotraining kommen um einen Platz zu finden.

SB: Auf welche Aspekte. Technik oder Ergoleistung, legt der Trainer wert?

Juliane: Unser Coach legt auf beide Aspekte wert. Er korregiert uns auf dem Wasser und laesst uns eine Reihe von sinnvollen Uebungen machen. Allerdings achtet er momentan auch sehr auf die Entwicklung der Physis ueber den Winter. Er wird hier noch mehr als in Deutschland von den Steuerleuten unterstuetzt, die allesamt sehr kompetent sind und das richtige Gefuehl fuer das Boot mitbringen. Letzendlich werden die Plaetze im Achter im Zweier o. Steuerfrau ausgefahren, weshalb es im Endeffekt auf die Bootsleistung ankommen wird. Eine gewisse Physis wird natuerlich vorausgesetzt.

SB Siehst Du noch andere Unterschiede?

Juliane: In Deutschland verwenden wir doch eine geraume Zeit dafuer die richtige Bootseinstellung zu finden. Hier passt man sich der Bootseinstellung an. Die Riemen sind nicht durch numeriert. Man faehrt einen Backbord bzw einen Steuerbordriemen. Heute Concept 2 und morgen Crocker. Heute 2- mit Backbordschlag und morgen 2- mit Steuerbordschlag. Es gibt keinen Aufstand wenn das Boot kippt, es geht einfach weiter.

SB Warst Du schon bei einem Footballspiel?

Julianne: Letztes Wochenende habe ich das Footballspiel unserer Mannschaft gegen Texas gesehen. Es gab 62.000 Zuschauer bei dem Collegespiel. Dank einiger Erklaerungen meiner Teamkolleginnen habe ich auch die Grundzuege des Spiels verstanden. Da jedoch bei einem Footballspiel eine Minute gefuehlt laenger dauert als bei einem Ergotest sind wir nach der ersten Halbzeit gegangen.

SB: Juliane, es scheint Du hast Dich gut in Berkley etabliert. Ich bin mir sicher, dass Du in Berkley alle vor Dir liegenden Huerden mit Schwung nehmen wirst.

San Francisco, Golden Gate und Juliane

San Francisco, Golden Gate und Juliane