FRG Germania zum vierten Mal in Folge erfolgreichster Verein Deutschlands

Das 103. Deutschen Meisterschaftsruderns wurde am Wochenende in Krefeld ausgetragen. Zum vierten Mal in Folge siegte in der Gesamtwertung die Frankfurter RG Germania, die mit großem Abstand auf den Crefelder Ruder-Club 1883 e.V. und der Stuttgarter Rudergesellschaft von 1899 e.V. den Oskar-Ruperti-Preis überzeugte.

Gold konnten die Ruderinnen und Ruderer vom Main im Männer-Vierer ohne und Frauen-Doppelvierer gewinnen, Silber holte man in den Bootsklassen Frauen-Doppelzweier, Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier, Männer-Doppelvierer und im Männer-Achter.

Vorstandsvorsitzender Stephan Bub: “Mit der Trophäe des erfolgreichsten Vereins bei den Deutschen Meisterschaften zum vierten Mal in Folge schließt die Germania die Olympiasaison 2016 ab. Wir waren auf allen internationalen Meisterschaften, Olympia, Paralympics, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften mit Ruderern oder Ruderinnen aus Frankfurt vertreten und haben 7 internationale Medaillen nach Frankfurt gebracht. Dies demonstriert, dass gut organisierte und finanzkräftige Vereine mit der Unterstützung der Region durchaus in der Lage sind Athleten zu Weltklasseleistungen zu entwickeln. Die Germania tut dies seit annähernd 150 Jahren. Wir werden auch in Zukunft mit unseren Partnern in dieser Tradition fortfahren.”

Rennberichte:

Schon im ersten Rennen des Deutschen Meisterschaftsruderns konnte die FRG Germania (Leonie Pless und Katrin Thoma) mit wenigen Zehnteln Rückstand auf eine Renngemeinschaft aus Hanau/ Waltrop im Frauen-Doppelzweier positiv in den Tag starten. Silber im ersten Rennen war der verdiente Lohn. Im Männer-Vierer ohne hatte die FRGG zwei Boote im Finale. Gold ging an die schwere Kombination mit drei Athleten der Ruder-Bundesliga Usen, Bock und Barth komplettiert durch Nico Merget, die sich knapp vor der RG Wiking Berlin behaupten konnten. Das zweite Germania-Boot in diesem Finale holte sich Platz 5. Die Leichtgewichte um Olympiastarter Jonathan Koch hatten bei den schweren Bedingungen keine Chance auf eine bessere Platzierung.

Im Männer-Doppelzweier der Leichtgewichte stieg Weltmeister Johannes Ursprung mit dem U19-Meister Carsten Dehler ins Boot. Eine Silbermedaille hinter einer westdeutschen Kombination aus Dortmund und Siegburg war das erfolgreiche Ergebnis.

Im Frauen-Doppelvierer erruderte die Germania die zweite Goldmedaille des Tages. Lisa Farthofer aus Österreich, Thoma und Pless, sowie die Rostockerin Julia Leiding saßen hier im Boot.

Im Männer-Doppelvierer holten sich Johannes Ursprung, Raimund Bayreuther, Jonathan Koch und der Offenbacher Maximilian Fränkel ins Boot und gewannen die Silbermedaille deutlich hinter einer süddeutschen Renngemeinschaft und vor dem Boot der Stuttgarter RG.

Im abschließenden Männer-Achter konnte das Boot der FRG Germania mit dem Krefelder Jakob Schulte-Bockholt als Ersatzmann den befreundeten Berliner RC nach langen Jahren endlich schlagen, aber eine Renngemeinschaft vom Stützpunkt Dortmund war einfach noch eine dreiviertel Länge davor. Trotzdem war die Freude im Frankfurter Boot sehr groß.

Cheftrainer Ralf Hollmann: „Mein Ziel war es die Germania wieder zum stärksten Verein bei dieser DM zu machen. Der Sieg in der Gesamtwertung mit fast doppelt zu vielen Punkten ist Ausdruck der Stärke und Breite. Die Siege waren genial und die Silbermedaille im Männer Achter Gold wert, da nur ein Stützpunkt Achter aus Dortmund davor war. Vor dem Achter vom Berliner RC zu liegen ist uns noch nie gelungen und dokumentiert besonders die Stärke im Riemenrudern in Frankfurt.“

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