Interessengemeinschaft Leistungssport treibender Vereine trifft sich am 4.3. in der Germania

Auf Einladung der Vorsitzenden des Berliner Ruder-Clubs, des Mainzer Ruder-Vereins und der Frankfurter Rudergesellschaft Germania treffen sich Vetreter von deutschen im Leistungssport engagierten Rudervereinen, um auf nationaler Ebene für Athleten und Vereine eine Plattform zur Durchsetzung ihrer Interessen zu schaffen.

 

Die Notwendigkeit einer solchen Plattform wird uns gerade in den letzten Monaten und Wochen durch die unerträglichen Bemühungen der Verantwortlichen des DRVs vor Augen geführt eine vom DOSB konzipierte Reform, die weder vom Parlament noch von den Ländern vorbehaltslos verabschiedet wurde, im vorauseilendem Gehorsam umzusetzen. In der Umsetzung erscheinen der Verbandsführung alle Mittel recht. Ob Unwißenheit, Ungeschicklichkeit oder Absicht ist zum jetzigen Zeitpunkt fast unerheblich, wird uns jedoch in der Zukunft noch beschäftigen müssen. Heute ist das Ergebniss zutiefst verunsicherte und demotivierte Top-Athleten, die wir nach jeder offiziellen  DRV Verantstaltung in unserer Vereinsarbeit wieder aufbauen müssen.

 

Dabei hätte die vom DOSB verfaßte Konzeption der Anstoß sein können die vielen kleinlichen Differenzen in unserem Verband unter Einbeziehung aller Beteiligten über eine kritische Analyse der eigenen Ziele und Strukturen zur Seite zu schieben und über eine gemeinsame Solidarität und mit gestärkter Identität unsere selbstbestimmten Ziele zu verfolgen. Was für eine verpaßte Chance für den DRV. Wir sind fremdbestimmt und unsere DRV Führungsmannschaft generiert sich zum Erfüllungsgehilfen Dritter.

 

Die Frage nach dem effizienten Einsatz von Födermittel in Relation zur Medalienausbeute ist berechtigt. Großes Verständnis muß man ebenso für die Notwendigkeit einer Ursachenanalyse der sich reduzierenden Anzahl an Medalien auf Olympischen Spielen aufbringen. Aber genau die hat nicht stattgefunden. Anstelle einen unabhängigen Berater mit einer umfaßenden Analyse von DOSB, Verbänden und Vereinen zu beauftragen, anstelle sich vor den Spiegel zustellen und selbstkritisch die eigene Rolle zubetrachten, wurde ein selbstgefälliges und eigennütziges Papier verfaßt deren Umsetzung seit Herbst 2016 mit unverhohlenem Druck auf die Sportverbände, Vereine und Athleten vorangetrieben wird. Die angebliche Einbeziehung von Athleten ist bereits vom WDR unter der Überschrift  “perfides Täuschungsmanöver” dokumentiert worden. Die Vereine und ihre Bedeutung werden mit keinem Wort in diesem knapp 50 seitigen “Werk” erwähnt.

 

Die Beantwortung der drei Grundfragen einer jeden Föder- bzw Investitionsentscheidung hätte dieses kapitale Versäumnis offenbart.

 

Frage 1: Was sind die Ziele?

Frage 2: Was kostet das?

Frage 3: Wer bezahlt das?

 

Dies hat ebenso nicht stattgefunden.

 

Vor diesem Hintergrund liegt vor uns eine Menge Arbeit. Selbstkritisch, mit Tiefgang in der Analyse, hart in der Sache und ausdauernd im Verfolgen unserer Interessen und der Interessen unserer Athleten werden wir eine gemeinsame Position entwickeln und anschließend vertreten.

Stephan Bub 25/2/2017