Germanen vertreten Goethe Universität in China

Der Kern des Germaniaachters erweitert um nicht weniger talentierte Germaniaruderer war zu Gast bei der Studentenregatta in Xi´an, China. Durch die Sportart Rudern können sich viele Möglichkeiten ergeben. So kam es, dass Jonathan Koch, aufgrund seiner drei Olympia-Teilnahmen, zu einer Studenten-Regatta nach China eingeladen wurde. Die Regatta war die zweite „Xi´an Kunming Lake International Famous Universities Rowing Regatta. Xi´an war lange Zeit die Hauptstadt Chinas. Mit knapp 12 Millionen Einwohnern und ihren Sehenswürdigkeiten wie z.B. der Terrakotta-Armee und die Wildganspagode ist sie weltweit bekannt.

Gleichwohl wir bis auf wenige Ausnahmen alle Germania-Mitglieder waren, sind wir nicht für die Germania sondern, für die Goethe-Universität Frankfurt gestartet. Mit dabei waren Jan Kruppa, Alexander Usen, Jonas Kilthau, Clemens Barth, Lucas Schäfer, Steuerfrau Samantha Nesajda, Teammanager Jonathan Koch und die Studenten Maximilian Fränkel, Matthias Hörnschemeyer und Lukas Frederik Müller.

Von der Ankunft am Flughafen am 23.07. bis zur Abreise am 31.07. war jeder Tag minutiös organisiert und durchgeplant. Programmpunkte waren neben der Regatta vor allem der Besuch der erwähnten Sehenswürdigkeiten sowie einer Schule, einer Universität und der Stadtmauer. Die Reise hatte neben dem sportlichen Ziel auch als die Intention möglichst viele Eindrücke von der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung Chinas zu erleben und sollte dabei einen kulturellen Austausch fördern.

Zur Regatta muss konstatiert werden, dass ich in meiner aktiven Karriere an keinem vergleichbaren Wettkampf teilgenommen habe. Die Organisation war – zumindest augenscheinlich – die beste, die ich in meiner Karriere erfahren hatte. Selbst im Vergleich zu einer Weltmeisterschaft wurde hier mehr Energie aufgebracht und größerer Aufwand betrieben. Wir waren froh, dass bei 38 Grad Außentemperatur und entsprechend hoher Luftfeuchtigkeit im Achter nur ein Zeitlauf und ein Endlauf gefahren wurde. Uns gelang es nach souveränem Finaleinzug tatsächlich schnellste ausländische Universität zu werden. Lediglich Shanghai mit einer professionellen Mannschaft konnten wir auf der ca. 900m langen Strecke nicht bezwingen.

Zudem gab es ein Vierer-Rennen, welches nicht von höchster Priorität für die Veranstalter war. Dort gewann ebenfalls die chinesische Mannschaft aus Shanghai. Unsere Mannschaft mit Clemens Barth, Jonas Kilthau, Maximilian Fränkel und Lucas Schäfer erruderte sich die Bronzemedaille. In jeglicher Hinsicht eine interessante Reise.

Jonas Kilthau