Erfolgreiches Trainingslager in der Türkei

Unser TopTeam verbrachte ihr erstes Trainingslager im neuen Jahr in der Türkei, einem exostischen Ort für ein Rudertrainingslager. Dennoch war Cheftrainer Ralf Hollmann überzeugt vom Trainingsort und bis auf einige windige Tage waren die Bedingungen vor Ort exzellent. Ralf Hollmann verfasste in diesem Zusammenhang einen eigenen Bericht über diesen einzigartigen Ort.

Zu einem eher ungewöhnlichen Warmwasserlager und Trainingsort brach das Top- Team des
Bundesstützpunktes gemeinsam mit dem National -Team der Pararuderer vom DBS unter der Leitung von Bundestrainer Jochen Weber (Undine OF) kurz nach Weihnachten auf.
Nach einer recht langen Anreise des Hängers und allen formellen Hürden um die Boote einführen zu können, kamen 22 Sportler und drei Trainer am 26.12 in der ca 30min entfernt von Dalaman gelegenen Kleinstadt Köyciz an. An einem ca. 12 Km langen See wurde dann in den kommenden 17 Tagen trainiert. Während unserer Anwesenheit auf dem See,  ist nicht ein einziges weiteres Motorboot oder Schiff in, gefahren und eine weiteree Besonderheit war eine 5km lange Albanokette  um die Orientierung nicht zu verlieren. Alle 250m ist eine Marke in die Kette etabliert worden, so dass man endlich die Ruderfahrzeiten checken konnte, was im Heimtraining auf dem Main leider unmöglich ist.
Das Hotel, die Verpflegung und die Gastfreundschaftlichkeit der Hotelbetreiber sowie die freundliche
Unterstützung durch den Türkischen Nationalverband, der uns kostenlos Motorboot und Ergometer
überlies, waren am Ende eine Bereicherung für Sportler und Trainer.
In dem Trainingslager integriert waren darüber hinaus acht leichte Frauen, die vom DRV unter der
Leitung von Ralf Hollmann ein erstes Trainingslager zur Bildung der leichten Nationalmannschaft, hier
insbesondere des LW2x, absolvierten. Leider waren durch Krankheit und insbesondere der letzten
Tage wegen des Wetters nicht alle Kombinationen getestet worden, Erkenntnisse zur grundsätzlichen
Harmonie konnten dennoch erzielt werden.
Wenngleich sicherlich die Anreise für die eigenen Boote eine besondere ist, haben am Ende die
positiven Eindrücke überwogen und insbesondere zu dieser Jahreszeit, in der es im Süden der Türkei
klimatisch eigentlich in Europa am besten sein sollte, ist es eine Überlegung wert auch in Zukunft im
Winter auf dem herrlichen, wenn auch windanfälligen See, zu trainieren. Die Kosten für ein solches
Trainingslager sind gemessen an allen anderen europäischen Zentren im Bereich von 1/3, so dass es
auch aus dem Kostenaspekt eine interessante Sache war.
Ralf Hollmann