Stürmischer Amstel Head of the River erfolgreich zu Ende gebracht

Am Freitagmittag um 13:00 Uhr war für die Besatzungen der zwei Masters-Achter der Germania die Welt nicht mehr in Ordnung: Die für Samstag geplanten Rennen des Amstel Head of the River in Amsterdam wurden wegen Sturms abgesagt. Für Sonntag standen die Zeichen auf Gelb, was bedeutete, dass sich der Veranstalter am Samstag um 13:00 Uhr eine Absage der für Sonntag vorgesehenen Masters-Rennen vorbehielt. Doch es gab beim Verladen der Boote am Freitagabend kein langes Abwägen der Pros und Kons. Es stand fest, die Masters fahren! Und die Entscheidung war die richtige. Am Sonntag hatte die mehr als steife Briese nachgelassen und bei nahezu sonnigem Wetter und nur noch 5 Windstärken wurden die Boote über die 8 km lange Strecke geschickt.

Wer jemals an einem Head of the River teilgenommen hat, kennt die prickelnde Atmosphäre, wenn 120 Boote zum Start rudern, sich sortieren, vom Wind verwehen lassen, neu ordnen, um dann wie an der Perlenschnur aufgereiht, sich langsam auf die Startlinie zu zu bewegen. Spätestens jetzt ist die Anspannung zu spüren, werden die Kommandos der Steuerfrau oder des Steuermannes bestimmter und härter und dann: ab geht die Post! Germania 1 (Altersklasse Masters D) wurde mit Nummer 396 zwei Startnummern vor Germania 2 (Masters B) gelost. Und so gab es für beide Boote mehr als ein Ziel: erstens kein gegnerisches Boot vorbeiziehen lassen, zweitens andere Boote überholen oder Abstand zum Vordermann stark verkürzen und drittens schneller sein als die andere Germania Mannschaft.

Wie bei jedem Rennen ist die Länge der einzelnen Kilometerabschnitte nicht gleich verteilt. Die letzten 2 Km waren eindeutig die längsten, gingen sie doch schnurrgerade gen Westen und damit gegen den böigen Wind. Der Limburger Achter mit Startnummer 395 hat Germania 1 nach dem Rennen bestätigt, dass der Stunt des Bugmannes Tom, innerhalb eines Schlages den Riemen wieder in die aufgesprungenen Dolle gebracht zu haben, nahezu artistisch war. Sie konnten es genau sehen, war ihr Heck doch auf Höhe unseres Bugmannes.

Unter dem Strich ließ sich nach dem Zieleinlauf festhalten: von 59 gestarteten Booten im Rennen Masters A-D hat Germania 1 den 32. Platz belegt und Germania 2 den 35. In der Altersklasse D war Germania 1 9. von 21 Booten und Germania 2 8. von 10 Booten. Ein schönes Ergebnis und es hat sauviel Spaß gemacht.

 

GErmania 1: Schlag: Boris Brill, Johannes Hanfland, Philipp Preiß, Bertram Hock, Frank Pöpplow, Boris Hillen, Florian Wichartz, Tom Henrichs, Steuerfrau Anna Warnke

 

GErmania 2: Schlag: Niklas Eisold, Niko Houben, Steven Siebert,Thorsten Abs, Christoph Beetz, Jörg Modersohn; Jim Freis, Steuermann: Elias Aronovici