Ein ganz wichtiger Worldcup

Liebe Germanen, liebe Freunde des Rudersports,
die Bronze Medaille auf dem Worldcup Finale in Rotterdam ist nun zwei Wochen her und es bleibt nun endlich Zeit auf diesen Erfolg zurückzusehen. Der dritte und damit letzte Worldcup vor der Weltmeisterschaft in Linz war ein ganz wichtiger für meine Vierercrew. Zum einen war es das letzte Mal, dass wir gegen die internationale Konkurrenz antraten.Zzum anderen war es wichtig nach dem durchschnittlichen Ergebnis aus Poznan (WC 2) wieder in die Spur zurückfinden. Ein Wochenende mit viel Anspannung und welches viele Nerven gekostet hat. Wer schon mal in Rotterdam war, weiß dass das Wetter meist nicht so optimal für
Ruderer ist. So stellten wir uns auf eine Regatta mit schwierigen Bedingungen ein.
Direkt im ersten „Rennen“ wurde auf Grund der unfairen Bedingungen ein Time-Trail gefahren. Ein Rennen in dem alle Boote in einer Bahn hintereinander gegen die Zeit fahren. Bei allen Sportlern zwar sehr unbeliebt aber in diesem Falle eine faire Lösung. Allerdings eine komische Situation, wenn man im Ziel ist und nicht weiß welchen Platz man errudert hat. Es wurde ein guter dritter Platz, der viel Selbstvertrauen gab für die kommenden Rennen. „Wir sind wieder da“!!
Über einen gewonnenen Hoffnungslauf ging es ins große Finale. Die Anspannung war sehr groß, denn selbst mit einem guten Gefühl ins A Finale gefahren zu sein bringt am Ende wenig, wenn man dort letzter wird. Mit dem starken, frontalen Gegenwind kam meine Crew gut zurecht und in einem engen Rennen konnten wir bis zur 1500m Marke drei Boote hinter uns lassen. Bug an Bug mit den Briten gingen wir auf die letzten 500m und kämpften um Silber. Im Ziel hatten die Briten die Nase vorne. In diesem Moment war mir das herzlich egal. Diese Medaille war so wichtig für uns und ein starkes Zeichen an die anderen Vierermannschaften.
Nach dieser Regatta ging es zu einem kleinen Besuch zur Germania 150 Jahre Ausstellung nach Frankfurt, um nochmal Kraft für die letzten beiden Trainingslager und die Weltmeisterschaft zu tanken.
Ich wollte mich auf diesem Wege nochmal bei den Mitgliedern der Germania und dem Organisationsteam der 150 Jahr Ausstellung für einen großartigen Nachmittag bedanken. Es hat mir viel Freunde gemacht diese Ausstellung zu sehen und die Glückwünsche der vielen Freunde und Mitglieder der Germania zu erhalten.
Aktuell befinde ich mich seit einer guten Woche im Trainingslager in Völkermarkt, um an den letzten keinen Schrauben zu drehen. Das Trainingsrevier auf dem Stausee sowie die Radstrecken ermöglichen perfekte Trainingsbedingungen. Leider leiden auch wir sehr unter der Hitze, aber der Traum von einer WM Medaille treibt das Team jeden Tag aufs Neue an in jeder der drei Einheiten alles aus sich herauszuholen. In genau einem Monat am 31 August werden wir wissen ob es für die Olympiaqualifikation und die erträumte WM Medaille gereicht hat.
Sportliche Grüße
Euer Nico Merget
Das Rennen aus Rotterdam nochmal zum Anschauen. In der Suchleiste M4- eingeben.
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