Cedric Wiemer ist Junioren Weltmeister

Vom 07. bis 11. August fanden auf der nächstjährigen Olympiastrecke in der Tokyo Bay die Junioren Weltmeisterschaften statt. Mit dabei im Junioren Vierer ohne Steuermann Germane Cedric Wiemer mit Vereinstrainer Alexander Usen.

Die Mannschaft um Schlagmann Wiemer, Bruno Spät (Marburg), Hanno Brach (Gießen) und Mark Hinrichs (Limburg) reiste am 02. August als amtierender Europameister mit großen Ambitionen nach Tokio. Gewiss hatte es in dem Vorbereitungstrainingslager in Berlin Grünau einige Rückschläge gegeben, doch in den finalen Tagen vor der Abreise nach Japan zahlte sich das beharrliche Training aus und die Mannschaft stieg in Bestform in den Flieger. Nun war es entscheidend, das antrainierte Können auf dem über 11 stündigen Flug zu behalten und mit den neuen klimatischen Bedingungen, dem neuen Boot sowie Wasser- und Windeinflüssen gut klarzukommen. Bis zum Vorlauf am Donnerstag galt der Fokus diesen neuen Umständen.

Am Donnerstag um 10:10 Ortszeit sprang dann die Startampel für die junge deutsche Mannschaft das erste Mal auf grün. Neben ihnen die Boote aus Serbien, Italien, Rumänien und Indien. Die beiden Erstplatzierten Boote zogen direkt in das Finale am Sonntag ein. Dem deutschen Boot gelang es sich in der Startphase eine kleine Führung zu verschaffen und verteidigte diese bis ins Ziel. Italien folgte mit einem Rückstand von 1,2 Sekunden und sicherte sich somit ebenfalls den direkten Finaleinzug.

Die rennfreien Tage Freitag und Samstag wurden für letzte kurze Trainingseinheiten, Regeneration und ein kurzen Sightseeing Trip am freien Nachmittag genutzt.

Am Sonntag um 11:00 Ortszeit ging es für die junge Mannschaft das zweite und entscheidende Mal auf die 2000m lange Strecke. Links neben dem deutschen Boot befanden sich die Sieger des zweiten Vorlaufs und EM-Zweiten aus Griechenland, die Amerikaner und Briten. Rechts neben den Hessen lagen Italien und Rumänien.

Die Zielstellung war eindeutig. In der gesamten bisherigen Saison war es keiner anderen Mannschaft gelungen, das hohe Starttempo der Hessen mitzugehen. Diese Stärke sollte auch jetzt genutzt werden, um im Anschluss auf dem mittleren Streckenabschnitt durch harte effiziente Arbeit die Führung zu verteidigen oder sogar auszubauen. Die Jungs sollten selbstbewusst starten und darauf vertrauen, dass sie nach der schnellsten Vorlaufzeit auch die schnellste Finalzeit rudern können und als erste über die Linie fahren werden.

Die Renntaktik ging vollkommen auf. Die Crew ließ das gesamte Feld auf den ersten 300m stehen und legte sich mit einer guten Länge in Führung. Nun hieß es um jeden rausgefahrenen Zentimeter zu kämpfen und kein Boot mehr rankommen zu lassen. Auch das gelang in überzeugender Manier. Nur auf den letzten Schlägen, wo auch die letzten Kräfte verschwanden, gelang es den Verfolgern etwas dichter aufzuschließen.

Gold ging nach dem besten aller Saisonrennen verdient an das junge hessische Quartett. Silber ging an Großbritannien und Italien folgte auf dem Bronzerang.

 

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