Deutsche Sprintmeisterschaften 2019 – 1x Gold, 2x Silber, 2x Bronze

1x Gold, 2x Silber, 2x Bronze

Das ist die Ausbeute der Germania-Athleten auf den Deutschen Sprintmeisterschaften – einer ganz besonderen Regatta, die in diesem Jahr in Kettwig stattfand. Über 350 Meter treten hier die Mannschaften an, nur Vereinsteams sind zugelassen. Die kurze Strecke sorgt für viel Action auf dem Wasser – hohe Schlagzahlen, knappe Entscheidungen und kurze Pausen zwischen den Rennen. Deshalb sind die Sprintmeisterschaften auch besonders attraktiv für Zuschauer – die bei tollstem Spätsommerwetter nicht nur zahlreich zur Regattastrecke an die Ruhr kamen, sondern die Rennen auch zu tausenden (!) per Livestream im Internet verfolgten. Und noch eine Besonderheit: Einige Finals fanden am Samstagabend unter Flutlicht statt, was eine ganz eigene Atmosphäre schuf.

Und mitten drin die Juniorinnen und Junioren der Germania, die in neun Bootsklassen an den Start gingen. Ganz oben auf dem Treppchen landeten die Junioren A im Vierer mit Steuermann (Schlagmann Cedric Wiemer, Christopher Welsch, Tillmann Riess, Anton Herzog und Stm Liam Chapman). Zu viert waren diese Jungs auch an den Skulls erfolgreich und holten Silber im Doppelvierer. Zu acht (zusammen mit Felix Helmer, Fritz Dignaß, Noah Ladusch und Tassilo Meyer) plus Steuermann Liam wurden sie ebenfalls Vizemeister im Junior-A-Achter.

Bronze holten die B-Junioren Caspar von Campenhausen, Jonas Wollrab, Liam Chapman und Marc Siemssen und Stm. Enno Philipp im Doppelvierer. Im Mixed-Doppelvierer schafften Jonas und Caspar zusammen mit Antonia Labonde und Marla Waldenmeier ein ganz besonderes Kunststück: Da es nur fünf Startbahnen auf der Ruhr gab, qualifizierten sich aus den beiden Halbfinals jeweils die ersten beiden Boote plus der zeitschnellste dritte für das Finale. Das Germania-Team fuhr allerdings bis auf die Hundertstelsekunde genau die gleiche Zeit wie der Dritte aus dem anderen Halbfinale. Die Regattaleitung hatte Beratungsbedarf, fand aber eine gute Lösung: Das Finale im Mixed-Junior B-Doppelvierer mit Stm wurde mit sechs Booten gefahren, beide Drittplatzierten aus den Halbfinals durften mitmachen. Um 21 Uhr unter Flutlicht gingen die Boote also an den Start und nach einem spannenden Rennen kam das Boot der Germania erneut zeitgleich mit einem anderen Team als Dritter ins Ziel – und beide Mannschaften bekamen eine Bronzemedaille.

Keine Fußnote soll hier der Auftritt von Johannes Ursprung beim gleichzeitig ausgetragenen Herbst-Cup in Kettwig sein. Im Männer-Doppelvierer trat er hier mit Jonathan Schreiber (Erlangen), Joachim Agne (Würzburg) und Patrik Stöcker (Siegburg) mit einem Leichtgewichtsteam an. Doch das mit international erfahrenen Ruderern gespickte Boot zeigte den Schwergewichten, wo der Hammer hängt. Alle vier Strecken (250 Meter, 750 Meter, 2.500 Meter, 4000  – das charakteristische am Herbstcup) entschied das Team für sich und wurde somit ungeschlagen Erster.

Sabine Wollrab