Die olympische Saison hat begonnen! – von Nico Merget –

Liebe Germanen, liebe Freunde des Rudersports,
die olympische Saison hat für mich zwar schon Anfang Oktober begonnen, doch nun ging es auch am
Sonntag in das erste Trainingslager. Avis in Portugal ist der erste Stopp einer langen Saison mit vielen
Trainingslagern.
Ein traumhaftes Hotel, das einst von Ruderer für Ruderer mitgestaltet wurde, bietet perfekte
Trainingsmöglichkeiten. Diesen großartigen Trainingsort konnte ich schon mehrmals mit dem FRG
Topteam besuchen und freute mich so nun zum ersten Mal mit dem Team Deutschlandachter dort
sein zu dürfen.
Wie sich schon in den ersten Wochen seit Trainingsstart gezeigt hat, ist keine Zeit um ruhig in dieses
Jahr „reinzukommen“. Der Ton ist ernster und es wird jedem vom ersten Tag an bewusst, dass dies ein
ganz anderes Jahr wird und es mit keinem anderen Jahr in meiner Karriere zu vergleichen ist.
So versucht jeder Sportler aus jeder Trainingseinheit mehr als 100 Prozent rauszuholen und sich
einen Platz in den Booten zu empfehlen. Die Leistungsdichte im Team, was ich nicht für möglich
gehalten habe, ist noch enger geworden und spornt mich persönlich an, die Flucht nach vorne zu
versuchen. Doch Bis zu den Ausscheidungen ist es noch ein langer Weg und es müssen noch viele
Kilometer auf dem Wasser absolviert werden oder wie wir Frankfurter sagen: „Bis dahin fließt noch
viel Wasser den Main hinunter“.
Im Trainingslager Avis wollen mein Partner Felix Brummel und ich versuchen an die guten
Zweierleistungen von der vergangenen Saison anzuknüpfen und das berühmte „Gefühl“
wiederfinden. Leider bleibt dieses Gefühl nicht einfach erhalten, sondern muss in mühsamer
Kleinarbeit und Perfektionismus erarbeitet werden. Man lernt in jeder Saison neue Dinge über sich
und über das Rudern. Dabei helfen uns zum Glück verschiedene Hilfsmittel wie das Messboot und
Videoanalysen. Das Aufzeigen jedes kleinsten Fehlers führt nicht immer zur besten Laune, doch auch
damit muss umgegangen werden und schließlich arbeiten alle an einem großen Ziel.
Ich wollte mich auf diesem Wege nochmal bei dem Vorstand, Freunden und den Mitgliedern der FRG
Germania für großartige Unterstützung im vergangenen Jahr bedanken. Mein besonderer Dank gilt
denjenigen die mich Anfang 2018 ermutigt und unterstützt haben den großen Schritt nach Dortmund
zu wagen.
Sportliche Grüße
Nico