Blendender Saisonstart für das TopTeam aus Frankfurt bei der Int. Regatta in Linz/AUT

Die erste Regatta, die im deutschsprachigen Raum 2020  ausgetragen wurde, fand in Linz  statt. Fast 70 Vereine aus Österreich, der Schweiz und aus den Zentren  Süddeutschlands nutzen diese Regatta zum ersten Vergleich seit fast 10 Monaten. Da in 14 Tagen die Ranglisten des Deutschen Ruderverbandes für die U23 Sportler und den leichten A-Doppelvierern ausgetragen wird, nutzten die Sportler, die am Stützpunkt in Offenbach trainieren die Möglichkeit um ihre aktuelle Form einschätzen zu können.

Eingeschlagen wie ein Bombe haben Cederic Wiemer (noch Juniorsportler) und Paul Kirsch. Die erst vor 10 Tagen gebildete 2- Mannschaft ruderte im heutigen Finale gegen den schnellsten Zweier des letzten Jahres aus München. Die Münchner gewannen die Meisterschaft, die Rangliste und ein WM -Medaille im JM2- im letzten Jahr. Der neu gebildete Germania Zweier konnte heute in einem atemberaubenden Endspurt diese Kombination mit 0,2 Sekunden schlagen. Luis Ellner (FRGG) und Maximilian Schultheis (Weilburg) konnten im selben Rennen auch überzeugen und konnten bis zur 1750m mithalten und lagen teilweise nur eine halbe Bootslänge hinter ihren Frankfurter Konkurrenten. Am Ende wurden sie drittes Boot und überraschten wohl auch sich selbst mit dieser tollen Leistung.

50 (!) Einer meldeten im Einer der Männer, hier wurden leichte und schwere Männer in einem Rennen gefahren, aber getrennt gewertet. Der Modus in Österreich für dieses Rennen war, dass alle am Samstag ein Time-Trial absolvieren mussten. Die Trainingsgruppe aus Frankfurt startetet mit 5 Einern. Aus dem Einzelzeitfahren ergaben sich dann drei Halbfinalblöcke: Die schnellsten 18 Boote ruderten das A-C Finale aus. Die weiteren Boote dann die folgenden Finals. Sensationell lagen gleich drei Ruderer aus dem TopTeam unter den besten 10 Booten nach dem Einzelzeitfahren. Jonas Gehlsen (Höchst) wurde Dritter, Julian Schneider viertes Boot und Johannes Ursprung 10. Wie es kommen musste, lagen alle drei Ruderer aus Frankfurt dann in einem Halbfinale zusammen. Jonas Gehalsen ruderte ein brillantes Rennen und gewann dieses. Zwischen Ursprung und Schneider entwickelte sich ein packendes Rennen, welches Ursprung bis 1750m beherrschte und dann im Endspurt verlor. Somit waren Jonas Gehlsen und Julian Schneider im A Finale, Johannes im B-Finale, welches Johannes später gewann. Im A Finale der Männer lagen mit Lukas Reim ( 5. U23 WM im Einer), Jörg Kolbinger ( U23 2. im Lgw Einer) die mit besten Skuller Österreichs am Start. Dazu gesellten sich die beiden Weltmeister Joachim Agne (Würzburg) und Jonathan Schreiber (Erlangen); also ein hervorragend besetztes Feld. Es entwickelte sich zu einem Rennen ähnlich wie vor 10 Monaten, als Oli Zeidler in Linz bei der A- WM in einem der engsten Rennen, die es je im Männer Einer gab, gewann. Im Ziel trennten die ersten vier Ruderer ganze 0,6 Sekunden. Es gewann Agne, vor Kolbinger dann Reim und Jonas Gehlsen. Mit Jonas wurde der jüngste von allen im ersten U23 Jahr vierter. Julian Schneider konnte in diesem Rennen nicht ganz an die Vorleistungen anknüpfen und wurde sechster.

Tillmann Ries gewann sein Finale und Marlon Welsch (Gießen) konnte im E-Finale drittes Boot werden.

„Die Leistungsdichte ist enorm, unsere Jungs haben wirklich Besonderes geleistet, sind mit drei Booten von 50 Starten am Ende unter  die besten Sieben gekommen. Das sollte Allen Selbstvertrauen für die nationalen Ranglisten geben, wo es ja um die Startplätze für die U23 EM und EM der Elite geht“, so Ralf Hollmann der sehr zufrieden mit dieser Mannschaftsleistung war.

Im letzten Rennen des Tages konnte die Germania dann noch einmal gewinnen. Juliane Faralisch (mit dem FAHRRAD aus Deutschland angereist) setzte sich mit Marie Zeidler ins Boot und gewann überlegen den Frauen- Doppelzweier. Da es praktisch ohne Vorbereitung verlaufen war, ein tolles Ergebnis, was Lust auf mehr bei den beiden macht.