EM- Starter und Vorbereitungen zum nationalen Olympia-Ausscheid für FRGG- Ruderer

Gestern wurde es offiziell, dass zur diesjährigen Europameisterschaft der Elite drei Germanen und insgesamt vier Hessen die Reise nach Poznan/Polen antreten werden. Die Wettkämpfe werden vom 9.-11.Oktober auf dem Maltasee ausgetragen.

Stephan Krüger und Marc Weber (Gießener RC Hassia) werden die deutschen Farben im Männer 2x vertreten und in Polen auf die starke europäische Elite im Doppelzweier treffen. Irland (WM- Zweite), Frankreich, Polen, Italien und die Schweiz werden wie auch in der Vergangenheit die stärksten Gegner sein, wenn es darum geht in das Finale zu kommen. Wie sich das anfühlt weiß Stephan Krüger nur zu gut, gewann er doch schon Medaillen und Titel in dieser Bootsgattung z.B. mit Marcel Hacker 2015 und 2016. Der nervenstarke Marc Weber, U23 Weltmeister im Einer aus 2019, wird den Takt angeben und sicher wird dieses hessische Boot ein Wort bei der Vergabe der Finalplätze mitreden. Die Trainingsleistungen sind zumindest recht gut.

Johannes Ursprung, Weltmeister von 2016 im LM4x-, hat seine Prämiere im kleinster aller Ruderboote bei einem internationalen Zielwettkampf der Elite und wird im leichten Einer an den Start gehen. Beim diesjährigen Ranglistenrudern der Leichtgewichte wurde er hinter FRGG- Athlet Julian Schneider viertes Boot und wurde am Ende des Selektionsprozesses im Einer gemeldet. Hier eine Prognose zu wagen ist schwer, denn in der Regel wird über Viertel- und Halbfinalrennen ermittelt, wer unter den besten sechs Skullern sein wird. Ein Platz unter den Top 10 wäre ein Erfolg.

Julian Schneider wird, wie auch schon im letzten Jahr die Farben der Germania im LM4x- vertreten. 2019 in Luzern wurde er mit seinen Ruderkameraden Sechter, was es gilt in diesem Jahr zu verbessern. Die Option, um eine Medaille mitzufahren, sollte aufgrund der Stärke der Mannschaft im Bereich des Möglichen sein.

Nico Merget wurde vom Deutschen Ruderverband in überhaupt kein Boot gemeldet. Nicht mal als Ersatzmann darf der Germane, der seit 2018 im deutschen 4- saß und tadellose Ergebnisse, besonders im 2- geliefert hatte, die Reise nach Polen antreten.

Juliane Faralisch und Katrin Thoma werden zu der Zeit, wo in Polen um die Medaillen gerudert wird, bereits im Trainingslager sein, da beide auf einen EM Start verzichtet hatten und sich gezielt auf die nationalen Ausscheidungen im leichten Doppelzweier (Thoma) und Frauen-Einer (Faralisch) vorbereiten. Diese beiden Bootsgattungen, wie auch der Frauen Zweier ohne und Männer Zweier ohne sind noch ohne Olympia-Ticket und bevor es in die internationale Selektion Mitte Mai in Luzern geht, werden die nationalen Ausscheidungen in diesen Kleinbooten vom DRV ausgetragen, wo beide Athletinnen der Germania siegen wollen.

Zur Vorbereitung wurden bereits mehrere Messbootfahrten in München angesetzt, sowie sportmedizinische Tests zur Bestimmung leistungsrelevanter Parameter (Vo2max) absolviert.

Unser Dank geht an die Sportmedizin in Ulm, wo unter der Leitung von Prof. Steinacker und seinem Team unsere Spitzenruderer sehr professionell getestet worden sind. Somit ist die Steuerung des Trainings für das anstehende Trainingslager ein bisschen besser zu gestalten, welches mit drei Wochen recht lang ist.

Drücken wir die Daumen, dass die Pandemie nicht alle Hoffnungen und Träume, die sich aus der gezielten und umfangreichen Vorbereitung für unsere Spitzenruderer ergeben, durch neue Absagen zunichte macht.

Die EM wird live im Internet zu sehen sein (worldrowing.com) sowie in ZDF und ARD in der Zusammenfassung gezeigt.