Mit Maske zur Siegerehrung

Junioren holen zweimal Gold auf der Deutschen Sprintmeisterschaft

Bis zuletzt stand es noch in den Sternen, ob die einzige Meisterschafts-Regatta für die Germania-Junioren in diesem Jahr wirklich stattfinden würde. Doch trotz steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland zog der Havel Regattaverein den dreitätigen Wettkampf mit einem schlüssigen Hygienekonzept durch  – zur Freude aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die endlich mal wieder die Aufregung vor dem Start und das Ziehen der Muskeln im Endspurt erleben durften.

Auch die Germania-Juniorinnen und Junioren machten sich auf den weiten Weg zur Deutschen Sprintmeisterschaft in Werder an der Havel – und der lohnte sich: Sowohl der Junioren-B-Achter als auch der Junioren-B-Vierer mit Steuermann holten auf der 450 Meter langen Strecke Gold für die Germania.

Im Vierer ließen Viktor Schönwandt, Christian Wolff, Hugo Schäfer, Willem Kirsch und Steuermann Keno Salzmann schon am Samstag nichts anbrennen und wurden Deutscher Sprintmeister in 1:22,39 Minuten – mehr als eine Sekunde Vorsprung vor Mainz und dem Pirnaer RV. Am Samstag taten sich die vier Ruderer um Schlagmann Viktor dann mit Carl TamussinoConstantin DameggerAlvar FlöterJonas Wollrab und Steuermann Till Engelmann zusammen und holten einen souveränen Sieg in der Königsklasse, dem Achter. Auch die verpflichtenden Masken zur Siegerehrung trübten die Freude nicht.

Fünf weitere Boote vertraten die Germania bei der DSM, die viele Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet anzog. Vorläufe, Hoffnungsläufe und Halbfinals mussten überstanden werden, um im A-Finale der besten sechs zu landen. Das gelang dem Junior A-Doppelvierer (Noah LaduschFritz DignaßCedric WiemerChristopher Welsch), der dort mit zwei Zehntelsekunden ganz knapp am Medaillenplatz vorbeirutschte. Im Vierer mit Steuermann schaffte es die Crew (Götz ZellerFritz DignaßCedric WiemerChristopher Welsch, Stm. Liam Chapman) ebenfalls ins Finale, wo sie sechstes Boot wurde.

Nicht im Endlauf landete der Junior-B-Doppelvierer mit Steuermann (Carl TamussinoConstantin DameggerAlvar FlöterJonas Wollrab, Stm Phillipp Preuße), weil ein Krebs im Halbfinale der Mannschaft einen Strich durch die Rechnung machte. Im B-Finale fuhr das Team auf den zweiten Platz. Dort landete auch der gemischte Junioren/Juniorinnen A-Doppelvierer (Hannah HöselbarthNoah LaduschFelix HelmerAntonia Labonde), der sich über Vorlauf-, Hoffnungslauf und Halbfinale dorthin gekämpft hatte.

Die Leichtgewichte Phillipp Preuße und Keno Salzmann konnten im Doppelzweier nur bei den Schwergewichten antreten. Die beiden schlugen sich tapfer, mussten sich im Hoffnungslauf aber geschlagen geben.

Ein großes Dankeschön an die Trainer Yannick Burg, Alexander Usen, Emilie Zoller und Johannes Karg die die Truppe heiß machte für den Wettkampf und auch in der wirren Corona-Nachrichtenlage die Ruhe bewahrten.

Sabine Wollrab