Olympische Spiele Tokio

Unser Olympionik Stephan Krüger beendet seine vierten Olympischen Spiele gemeinsam mit Marc Weber (Bundesstützpunktathlet, Gießen) im Männerdoppelzweier auf Rang 11.

Die Enttäuschung war den beiden anzusehen, sie hatten mehr erwartet – von sich und ihren Rennen bei Olympia. Wer die beiden kennt, weiß wie ehrgeizig sie sind und wie lange und hart sie auf dieses große Ziel hin gearbeitet haben. Marc Weber, der viele Jahre Teil des Top-Teams war und seit letztem Jahr gemeinsam mit Stephan Krüger am Stützpunkt in Hamburg trainiert, beschreibt ihren olympischen Wettkampf so: „Platz elf bedeutet […] zwei enttäuschte Ruderer, die weit hinter dem geblieben sind, was sie sich vorgestellt haben. Seit vier Wochen wurde unsere Leistung leider immer unkonstanter und hier haben wir die Quittung dafür erhalten.“

Der Einstieg in den Wettkampf mit den Vorlaufrennen glückte den beiden Athleten nicht, im Hoffnungslauf machten sie aber einen großen Sprung nach vorne und qualifizierten sich technisch sauber und kämpferisch sehr stark für das Halbfinale. Dort konnten sie bis zur Streckenhälfte gut mithalten, dann jedoch wurde das Tempo der Athleten aus Frankreich, Großbritannien und Polen einfach zu hoch und die beiden ergatterten sich einen Platz im Finale B. Hier hatten sie sich nochmal einiges vorgenommen und dann, bei denkbar schwierigen Bedingungen auf dem Sea Forest Waterway in Tokio, blieben sie direkt auf den ersten 50m in der Startzone hängen und versteuerten in der Bahn. Am Ende konnten sie die verlorenen Meter nicht mehr gutmachen und fuhren auf Rang 11 über die Ziellinie. Olympiasieger wurde Favorit Frankreich vor den Niederlanden und China.

     

Auch wenn die beiden Athleten in diesem Moment enttäuscht und traurig sind, ist der 11. Platz bei den Olympischen Spielen ein Ergebnis, auf das sie wahnsinnig stolz sein können. Allein die Qualifikation für die Spiele zu schaffen und dort als eine der besten Crews der Welt auf der größten Sportveranstaltung der Welt an den Start zu gehen und ihr Land zu repräsentieren ist eine riesige Leistung.

Wir gratulieren Stephan Krüger und seinem Partner Marc Weber ganz herzlich dazu.