MASTERS-Meisterschaften Krefeld 2021

Die Germania-Masters-Truppe, dieses Mal bestehend aus Kirstin Pfnür, Elke Rosak, Margareta (Gretl) Nolte, Sandy Bierwirth-Zeussel, Mauricio Stamati, Volkhard Kempf und Jürgen Blatzheim, hatte sich trotz aller Schwierigkeiten nach dem corona- und wetterbedingten Trainingschaos dem Start auf der Offenen Deutschen Masters-Meisterschaft (ODMM) am 10./11. Juli 2021 als erste Herausforderung gestellt.

Die Teilnahme sollte als Vorbereitung und erster Test für die World Rowing Masters Regatta in Linz Anfang September dienen. Kurz vor der ODMM stand aber fest, dass die WRMR in Linz wohl aufgrund eines zu geringen Meldeergebnisses abgesagt wurde. Die Organisatoren sahen in dem schleppenden Meldeverlauf wohl keine Chance, auf ein Meldeminimum zu kommen, um diese WRMR auch unter wirtschaftlich guten Rahmenbedingungen durchführen zu können.

So war die Masters-Truppe umso mehr gespannt, wie denn die Meldungen auf der ODMM, die der Regattaverein Niederrhein auf dem wunderschön gelegenen Elfrather See bei Krefeld ausgerichtete, ausfallen würden. Zum Glück kamen in den von den Germanen gemeldeten Bootsklassen die Rennen auch zustande. Und so fieberten insbesondere die Frauen ihrem Meisterschaftsdebüt im Doppelzweier bzw. Doppelvierer über die Distanz von 1.000 Metern entgegen.

Mauricio machte am Samstag den Anfang und musste sich zunächst über mindestens einen dritten Platz in seinem Vorlauf im zweiten Rennen des Tages für das Finale qualifizieren. Dies schaffte er mit Bravour und fuhr anschließend um die Mittagszeit herum in einem starken Finalfeld auf den 6. Platz.

Es folgten Elke und Kirstin, die sichtlich nervös ihren Doppelzweier zum Start ruderten. Den Ampelstart gemeistert und die ersten Schläge im Albano-System in der Mitte der Bojenketten getroffen, folgte ein sehr kompakt gerudertes Rennen, welches die beiden konzentriert und mit toller Schlagstruktur ins Ziel brachten und sich zurecht über die Silbermedaille freuen konnten.

Am Nachmittag war es für Volkhard und Jürgen soweit, die zwar schon jetzt seit gut 3 Jahren im Doppelzweier starten, ein Rennen dadurch aber nicht einfacher wird. Denn bei Frauen wie Männern sind der Einer und der Doppelzweier die Bootsklassen, die schon immer die stärksten Meldefelder im Masters-Bereich hatten und man sich hier in Deutschland mit der nationalen Spitze misst. Mit vielversprechenden Trainingseinheiten auf dem Buckel starteten die beiden in einem 4-Boote-Feld und hielten bis ca 700 Meter noch gut mit den beiden führenden Booten mit, bevor sie aber abreißen lassen mussten und sich am Ende über einen 3. Platz und damit die Bronzemedaille freuen konnten.

Sonntags dann folgte noch der erste Auftritt von Sandy, Gretl, Kirstin und Elke im Doppelvierer. Auch hier waren die (übermächtigen) Gegnerinnen schon langjährig rudernde Skullerinnen, die bereits viele Erfolge auf deutschen und internationalen Mastermeisterschaften geholt hatten. Trotzdem ließen sich die Germaninnen nicht aus der Fassung bringen und ruderten ein starkes, sehr harmonisch gerudertes Rennen. Unsere Frauenmannschaft wurde also am Ende für ihren erst kurz zuvor gefassten Entschluss, gemeinsam bei einer 1.000 Meter-Regatta zu starten, mit der Silbermedaille belohnt. Das verdient ein dreifaches hurra, hurra, hurra.

Und so ging ein reibungslos laufendes Regattawochenende erfolgreich für die Masters-Truppe zu Ende und alle kamen gesund und munter wieder in Frankfurt an, um auch noch die letzte Aufgabe, das Abladen, Aufriggern, Verstauen der Boote sowie den Rücktransport des Hängers zum Mainfeld zu meistern. Und das alles noch rechtzeitig vor dem Beginn des Fußball-Europameisterschafts-Finalspiels.

Jürgen Blatzheim