Langstreckentest des Deutschen Ruderverbands in Dortmund mit beeindruckenden Resultaten

Traditionell wurde am 1. Advent der Langstreckentest der Kaderruderer des DRV in Dortmund abgehalten. Bei kalten, aber sehr fairen Bedingungen ruderte sich das Top-Team des Frankfurter Stützpunktes als Gruppe in den Vordergrund und erreichte bei dieser ersten Überprüfung in der neuen Saison großartige Platzierungen.

Bei den Frauen stachen mehrere Athletinnen heraus.

Ein tolles Ergebnis erreichte Katrin Thoma, die schnellste Germania Ruderin auf dem Wasser insgesamt und 5. von 30 Starterinnen im leichten Fraueneiner wurde. Sie ließ leider auf den ersten 2000m zu viel Zeit liegen und musste dann aus der Defensive heraus mit großer kämpferischer Leistung wieder Boden gut machen. Das gelang ihr. „Wir wollten unter die besten vier, nun sind wir um 3 Sekunden Fünfte geworden, alles im Plan und ich bin mit dem Rennverlauf sehr zufrieden“, so Hollmann. Im selben Rennen belegte Hannah Höselbarth den 16. Rang und Anouk Eichelberger den 23. Platz.

Rianne Lagerpusch erreichte bei den schweren Skullerinnen, aus der Juniorenklasse in den U23 Bereich hochkommend direkt den 7. Platz. Ein fantastisches Ergebnis für die junge FRG-Athletin, die damit ihre Ambitionen auf eine direkte U23-WM Teilnahme dokumentiert hat. Im selben Rennen wurde Neu-FRG Zugang Sophie Themplitz-Heywood (aus den USA kommend) elftes Boot und Johanna Debuis (RG Heidelberg) 12. „Auch hier haben wir mit Rianne und Johanna zwei Athletinnen, die alle konstitutionellen Voraussetzungen mitbringen, um an die Spitze zu kommen. Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden“, so FRG Coach Hollmann.

          

Bei den Riemerinnen erreichte Antonia Labonde ein fast schon sensationelles Ergebnis, sie ruderte mit Anna Händle (WRV Bayern) auf den 6. Platz aller Frauen-Zweier ohne. Betrachtet man nur die U23-Wertung, dann ist die Frankfurter/Würzburger Kombination sogar drittes Boot aller gestarteten deutschen Kaderruderer.

          

Das absolute Spitzenergebnis der Männer erreichte Jonas Gelsen (RC Nassovia Höchst). Er gewann den Männereiner in 22:22min über die 6km lange Strecke sehr deutlich. Fast auf die Sekunde genau ruderte er alle 500m Teilstrecken gleich und konnte den Zweitplatzierten aus Rostock um ganze 15 Sekunden distanzieren. „Ich wusste, dass Jonas schnell unterwegs ist, aber dass er so souverän gewinnen würde, hätte ich nicht erwartet. Schade, dass Deutschlands schnellster Einerfahrer Oliver Zeidler nicht am Start war, dann hätten wir eine sehr gute Orientierung zur absoluten Spitze gehabt. Wir wissen aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind und müssen diesen nun konsequent weitergehen, sowie Defizite entwickeln“, beurteilt Top-Team Trainer Ralf Hollmann das Ergebnis.

Im männlichen Riemenfeld fehlten leider Paul Kirsch und Luis Ellner als U23 WM-Teilnehmer aufgrund von Krankheit. Cedric Wiemer und Janos Emadi ruderten ein kämpferisches Rennen und belegten den 12. Platz aller Zweier ohne. Im U23-Vergleich erreichte das Germania-Team Platz 7, was erfreulich ist.

Johannes Ursprung und Adrian Reinstädtler konnten leider nicht ganz an die Erwartungen anknüpfen und belegten im leichten Männer-Einer den 13. und 17. Platz.

„Insgesamt hat sich gezeigt, dass sich unsere konsequente Vorbereitung ausgezahlt hat, das Gesamtergebnis so vieler Boote unseres Stützpunktes war eindrucksvoll“, kommentiert der sportliche Leiter des Bundesstützpunktes das Gesamtergebnis.

Sollte es die Covid-Situation zulassen, nehmen alle Kaderruderer am 4. Advent in Brandenburg an einer weiteren Wasserüberprüfung teil. Der DRV hat hier ein neues Modul im Gesamtzyklus installiert und möchte 4000m (mit Wende!) auf der Regattastrecke-Beetzsee fahren. Dieses soll auch im Headmodus stattfinden.