
Am Samstag, den 17. Oktober, fand die 90. Würzburger Ruderregatta statt – besser bekannt als Bocksbeutel-Langstrecke. Gerudert wurden 4,5 Kilometer auf dem dort leicht kurvigen Main, von Randersacker bis nach Würzburg. Wind, Regen, Kälte … die Bedingungen in Würzburg waren schwieriger als in den letzten Jahren. Umso mehr hat uns die gute Stimmung gefreut – auf dem Wasser, auf dem Bootsplatz und entlang der Strecke. Die Germanen gingen in 14 Booten an den Start und am Ende standen 11 Abteilungssiege und 3 zweite Plätze zu Buche – eine sehr erfreuliche Ausbeute an einem einzigen Regattatag.
Der Damen-Achter mit Dorothee Ortner, Eva-Maria Binhack, Sigrid Volk, Irene Grabes, Silvia Stütz, Kathrin Schweykart, Sabine Gerhardt und Gretl Nolte mit Steuerfrau Simona Laboccetta unterbot die Zeitvorgabe mit 19:15 Minuten um rund eine Minute und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert.
Neben dem Damen-Achter waren vier Männer-Achter mit Germanen am Start. Die Renngemeinschaft mit Nürtingen, Aschaffenburg und Kassel – mit Volkhard Kempf und Simon Eckhardt an Bord – ruderte in starken 15:33 Minuten zum Sieg. Das war die schnellste Zeit aller Masters-Boote und die viertschnellste der gesamten Regatta – eine herausragende Leistung!
Der Achter in Renngemeinschaft mit dem Neusser RV gewann in 16:15 Minuten mit einer Minute Vorsprung vor der Renngemeinschaft aus Hameln und Höxter. Im Boot saßen Erdem Sismangil, Boris Brill, Jörg Modersohn, Thorsten Abs, Frank Pöpplow, Bernhard Spanke, Johannes Hanfland und Markus Kutarba, gesteuert von Elke Rosak.
Den spannendsten Zieleinlauf lieferte Hans Reinke mit der Renngemeinschaft aus SG Wiking, RV Hellas Offenbach und RV Erlangen: 17:02 zu 17:06 Minuten – gerade einmal vier Sekunden vor dem Marbacher RV.
Silber gab es für den Achter mit Koichi Ohira, Sami Ertunc, Stefan Bayer, Jonas Sperling, Julius A. Flöter, Maximilian Philipp, Manuel Schiffler, Siegfried Bootz und Steuerfrau Hannelore Kaufmann. In 17:12 Minuten mussten sie sich nur dem Marbacher RV geschlagen geben.

Gleich zwei Mixed-Doppelvierer zeigten, dass auch kurzfristige Umbesetzungen kein Hindernis sind. Sandy Bierwirth-Zeussel, Katina Dorer, Florian Gütschow und Jonas Sperling, der für Will Kinsella eingesprungen war, siegten in 16:57 Minuten – 17 Sekunden vor dem Schweinfurter RC Franken.
Auch der zweite Mixed-Doppelvierer konnte nur dank Kirstin Pfnürs spontanem Einstieg als Ersatzfrau starten. Thomas Wissler, Kirstin Pfnür, Phillipp-Maximilian Preuße und Jeannine Oppermann fanden sofort einen guten Rhythmus und hatten schon nach zwei Kilometern das erste gegnerische Boot eingeholt. Mit dieser Motivation nahmen sie auf den letzten 2,5 Kilometern den nächsten Gegner ins Visier und fingen ihn auf der Ziellinie ab. Der Lohn: der Sieg in 16:53 Minuten.
Bei den Frauen gab es ebenfalls Grund zum Jubeln. Der Masters-Frauen-Doppelvierer mit Elke Rosak, Gretl Nolte, Kirstin Pfnür und Gesa Kirsch aus Aschaffenburg unterbot die Zeitvorgabe in 18:02 Minuten um deutliche 1:47 Minuten. Christiane Huth gewann im Frauen-Doppelachter mit Ruderinnen aus Lübeck, Würzburg, Siegburg und München. Das Boot lag in 18:01 Minuten 15 Sekunden vor einer starken Renngemeinschaft um den RC Tegel.
Der Mixed-Gig-Doppelvierer mit Jerzy Janiszewski, Susanna Bolender, Lena Heil, Vincent Stamer und Steuerfrau Michaela Hiemer gewann in 19:08 Minuten, 37 Sekunden vor dem RV Nürnberg. Wenig später saßen Vincent und Jerzy schon wieder im Boot, diesmal mit Ralf Mueller, Zeljko Smaguc und Olaf Mordhorst. In 17:33 Minuten gewannen sie mit 1:28 Minuten Vorsprung vor dem Frauen-RV Freiweg.

Auch die erfahrenen Germanen waren mit viel Einsatz dabei. Gert Vetter, Iris Stahl, Hannelore Kaufmann und Friedrich „Baxi“ Baxmann trafen im Mixed-Doppelvierer auf eine starke Renngemeinschaft aus Gießen, Lübeck und Kettwig und wurden Zweite. Gert und Baxi gingen anschließend noch einmal mit Thomas Gimnich und Stephan Schleitzer im Männer-Doppelvierer (Altersklasse H) an den Start. Die Zeitvorgabe war an diesem Tag zu schnell – am Ende stand aber auch hier ein zweiter Platz.
Ein besonderes Wiedersehen gab es im Männer-Doppelvierer F: Thomas Wissler, Thomas Lange, Harald Blum und Harald Czerwenski gewannen in Renngemeinschaft mit dem Rüsselsheimer RK in 16:47 Minuten, 34 Sekunden vor dem DRC Ingolstadt. Schön, die „Alt-Masters“-Gründer Thomas, Thomas und Harald wieder gemeinsam bei einer Regatta dabei zu haben! Für Thomas Wissler war es bereits der zweite Sieg des Tages.
Gleich zweimal im Siegerboot saßen Kirstin Pfnür, Gretl Nolte, Elke Rosak, Thomas Wissler, Vincent Stamer und Jerzy Janiszewski. Acht der elf Siege entstanden in Renngemeinschaften – von Neuss über Aschaffenburg bis nach Lübeck und München. Das zeigt: Die Germania hat die Breite, um viele Boote gleichzeitig zu besetzen, und den Zusammenhalt, um gemeinsam mit anderen Vereinen erfolgreich zu sein.
Die Bocksbeutel-Regatta ist in jedem Fall eine schöne und lohnenswerte Regatta für alle Masters. Wer bisher überlegt hat, ob ein Regattastart etwas für sie oder ihn ist: Würzburg ist ein guter Einstieg. Die nächste Würzburger Ruderregatta findet am Samstag, 16. Oktober 2027, statt. Diesen Termin sollten wir uns schon jetzt vormerken!
Bilder:
Achter C, Achter D, Mixed 4x Mixed 4x, Frauen Achter, Siegerehrung