Am vergangenen August-Wochenende blickte die internationale Ruderszene nach Varese in Norditalien. Dort trafen sich die besten Ruderinnen und Ruderer Europas, um sich auf höchstem Niveau zu messen. Für viele Athletinnen und Athleten ging es dabei nicht nur um Medaillen, sondern auch um eine wichtige Standortbestimmung für die in drei Wochen stattfindenden Weltmeisterschaften in Amsterdam.
Für die Frankfurter Rudergesellschaft Germania war diese Europameisterschaft jedoch weit mehr als nur eine weitere Regatta. Sie war ein Wochenende, das in die Vereinsgeschichte eingehen wird. Unsere Athletinnen und Athleten haben eindrucksvoll bewiesen, dass Leidenschaft, harte Arbeit und Zusammenhalt zu außergewöhnlichen Erfolgen führen. Mit drei Europameistertiteln und fünf Vizeeuropameistertiteln sowie insgesamt acht Medaillen gehörte die Germania zu den erfolgreichsten vertretenen Vereinen Europas.
Zu den herausragenden Erfolgen zählen:
Valentin Luz sicherte sich Gold im PR3 Mixed-Doppelzweier. Gemeinsam mit seiner Partnerin Kathrin Marchand dominierten sie das Finale eindrucksvoll und unterboten ihre selbst aufgestellte Weltbestzeit um mehr als drei Sekunden. Mit dieser außergewöhnlichen Leistung bestätigte das deutsche Boot seine Ausnahmestellung auf internationaler Ebene.
Oliver Zeidler gewann im Einer seinen vierten Europameistertitel und unterstrich damit einmal mehr seine Dominanz im internationalen Rudersport. Als einer der Favoriten reist Olli zur Weltmeisterschaft nach Amsterdam.
Marc Weber gewann mit dem deutschen Doppelvierer den Europameistertitel. Mit einem souveränen Auftritt setzte die Crew ein deutliches Ausrufezeichen und untermauerte ihre Ambitionen für die anstehenden Weltmeisterschaften.
Juliane Faralisch gewann gleich zwei Silbermedaillen, im Doppelvierer sowie im Mixed-Doppelzweier. Der Doppelvierer konnte den Vorsprung auf Großbritannien im Vergleich zum vergangenen Weltcup deutlich ausbauen und bestätigte damit seine positive Entwicklung. Der Mixed-Doppelzweier wurde in Varese erstmals bei Europameisterschaften ausgetragen. Faralisch sicherte sich damit direkt eine historische Medaille.
Hannah Reif gewann Silber im Vierer ohne sowie im Mixed-Achter. Die Medaille im Vierer ohne ist die erste Medaille für den deutschen Frauen-Riemenbereich seit 2020. Der Erfolg ist besonders hoch einzuschätzen, da die Mannschaft erst kurzfristig in dieser Besetzung zusammengefunden hatte. Hinzu kam der Doppelstart im Mixed-Achter, der ebenfalls seine Premiere bei Europameisterschaften feierte.
Theis Hagemeister ruderte mit dem deutschen Männerachter zu Silber. Mit einem starken zweiten Platz bestätigte das Boot seine Entwicklung und machte deutlich, dass mit dem Männerachter bei den Weltmeisterschaften zu rechnen ist.
Mit den Premieren der Mixed-Bootsklassen setzte der europäische Ruderverband ein Zeichen für die Weiterentwicklung des Rudersports.
Hinter diesen Erfolgen stehen tausende Trainingskilometer, unzählige Stunden auf dem Wasser, Entbehrungen, Rückschläge und der unerschütterliche Wille, jeden Tag ein Stück besser zu werden. Die Medaillen sind das sichtbare Ergebnis dieser Arbeit.
Dieser Erfolg gehört nicht nur den Athletinnen und Athleten. Er ist ebenso das Verdienst der Trainerinnen und Trainer, die ihre Mannschaften mit großem Engagement auf diesen Höhepunkt vorbereitet haben. Ebenso gilt unser Dank allen Betreuerinnen und Betreuern, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Familien, Förderern sowie den vielen ehrenamtlich Engagierten, die tagtäglich ihren Beitrag zum Erfolg unserer Sportlerinnen und Sportler leisten.
Unser Vorsitzender Dr. Jochen Scheel bringt die Bedeutung dieses Wochenendes auf den Punkt:
„Dieses Wochenende wird für die Germanen immer im kollektiven Gedächtnis bleiben und geht definitiv in die Vereinsgeschichte ein. Die Frankfurter Rudergesellschaft Germania wird diesen historischen Moment gebührend feiern.“
Die Europameisterschaften in Varese haben eindrucksvoll gezeigt, wofür die Frankfurter Rudergesellschaft Germania steht: für sportliche Spitzenleistungen, Teamgeist und die erfolgreiche Entwicklung von Athletinnen und Athleten auf höchstem internationalen Niveau.
Die Europameisterschaften in Varese haben eindrucksvoll gezeigt, wofür die Frankfurter Rudergesellschaft Germania steht: für sportliche Spitzenleistungen, Teamgeist und die erfolgreiche Entwicklung von Athletinnen und Athleten auf höchstem internationalen Niveau.
Mit Rückenwind aus Italien richtet sich der Blick nun auf die Weltmeisterschaften in Amsterdam, bei denen unsere Sportlerinnen und Sportler erneut um Spitzenplatzierungen kämpfen werden. Theis Hagemeister fasst nach den Ereignissen in Varese zusammen: „Die Silbermedaille ist ein wichtiges Signal für die Mannschaft. Jetzt gilt es, in den kommenden Wochen weiter intensiv zu arbeiten und den Fokus auf die Weltmeisterschaft zu richten.“ Hannah Reif hält fest: „Wir fahren noch nicht so lange zusammen, deshalb sind wir erstmal voll zufrieden. Die Rennen waren noch nicht perfekt, aber wir haben noch etwas, an dem wir arbeiten können. Darauf freuen wir uns jetzt in den nächsten Wochen.“ Valentin Luz: „Auch wenn die europäische Bestzeit nicht als Weltbestzeit gilt, haben wir uns sehr darüber gefreut, dass wir unsere eigene Zeit schlagen konnten. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."
Mit Blick auf Amsterdam äußert Marc Weber: „Das Feld ist sehr eng und die Spitze wechselt von Wettkampf zu Wettkampf, deswegen gilt es jetzt unsere Stärke auf den zweiten 1000m weiter auszubauen und vor allem noch an der Startschnelligkeit zu arbeiten, damit wir auch auf der WM hoffentlich vorne sind.“ Auch Juliane Faralisch äußert sich sehr fokussiert: „Das Rennen am Samstag ist eine große Motivation für uns. Wir wissen, dass bei der WM mindestens sechs Boote auf Augenhöhe unterwegs sein werden. Jetzt ist erstmal Training angesagt.“
Herzlichen Glückwunsch an alle Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner sowie das gesamte Team der Frankfurter Rudergesellschaft Germania! Die Daumen für Amsterdam sind gedrückt.