1.8.2026

Vier Tage auf dem Main – unsere Ruderwanderfahrt zu Christi Himmelfahrt

Über Christi Himmelfahrt (dem „Vatertagswochenende") waren die Ruderdamen wieder auf ihrer traditionellen viertägigen Ruderwanderfahrt unterwegs. Ziel der diesjährigen Tour war die Strecke von Gemünden bis Miltenberg. Insgesamt 17 Frauen machten sich auf den Weg und freuten sich auf vier gemeinsame Tage auf dem Main.

Tag 1: Gemünden – Lohr

Los ging es am Kanuverein Gemünden mit dem traditionellen Aufriggern der Boote. Eine kleine Anekdote am Rande: Der mitgebrachte 10er-Schlüssel einer aus London anreisenden Teilnehmerin wurde bereits am Flughafen beschlagnahmt, offenbar hielt ihn die Sicherheitskontrolle für eine Waffe. Zum Glück sind Ruderinnen bekanntlich gut ausgerüstet, und an Werkzeug mangelte es der Gruppe trotzdem nicht.

Vor der Abfahrt Richtung Lohr stärkten wir uns noch bei einem gemeinsamen Picknick. Organisiert hatte dieses ganz allein Gudrun, die mit einer unglaublich tollen Auswahl an Leckereien auffuhr, ein erster kulinarischer Höhepunkt der Tour!

Bei Sonnenschein konnten die Boote schließlich abgelegt werden. Doch das Wetter zeigte bald seine andere Seite: Kurz darauf setzte kräftiger Regen ein. Vor der Steinbacher Schleuse hieß es dann Geduld bewahren: Ein durchfahrendes Schiff sorgte für eine lange Wartezeit, und bei strömendem Regen wurden einige Verzweiflungsschleifen gedreht, bevor die Fahrt Richtung Lohr fortgesetzt werden konnte. Eine Teilnehmerin meinte treffend: „War schon bissi ungemütlich zeitweise."

Der Abend entschädigte für die nassen Stunden. Sieglinde, die Chefin, brachte etwas verspätet ihren traditionellen Toast aus, bevor der Tag bei einem gemütlichen Abendessen im komfortablen Stammhotel in Marktheidenfeld ausklang.

Tag 2: Lohr – Marktheidenfeld – Trennfeld

Am Freitag ging es zurück nach Lohr, von wo aus die erste Etappe zum Ruderverein Marktheidenfeld führte. Auch dieses Stück wurde wieder sehr nass. Bei der Ankunft regnete es weiter, sodass wir kurz überlegten, die Nachmittagsetappe ganz zu streichen. Doch die Vorhersage im Regenradar änderte sich plötzlich, wir wagten uns doch noch aufs Wasser und wurden mit wunderbarem Sonnenschein belohnt.

Wegen des anstrengenden Vormittags und der wetterbedingt späten Abfahrt aus Marktheidenfeld wurde die Nachmittagstour dann aber leicht gekürzt: Statt bis nach Wertheim, wo es einen Ruderverein mit Steg gegeben hätte, ging es nur bis nach Trennfeld. Dort kamen dann auch die mitgebrachten „Wasserschuhe" (für einzelne Neuland) zum ersten Mal zum Einsatz: An einer alten Fährstelle ohne Steg musste direkt im Wasser ausgestiegen werden.

Tag 3: Trennfeld – Wertheim – Dorfprozelten

Auch am Samstag zeigte sich das Wetter zunächst weiterhin durchwachsen. Der Einstieg am Ufer in Trennfeld verlief problemlos, und die Vormittagsetappe führte wie geplant zum Ruderverein Wertheim.

Die Nachmittagsetappe war dann endlich trocken und zeitweise sogar sonnig. In der Schleuse trafen wir auf einige Männer, die in Kanus ihre eigene Vatertagstour unternahmen. Diese Begegnung sollte sich bis zum Ziel noch mehrfach wiederholen, und die Kanuten mussten dabei leider lernen, dass Ruderboote nicht nur deutlich schneller sind, sondern in der Schleuse auch noch Vorrang haben. Weiter ging es im Boot nach Dorfprozelten. Im idyllischen Nikolaushafen durften wir die Boote ausnahmsweise vertäuen, statt sie an Land zu lagern. Eingekehrt sind wir anschließend im Gasthaus zum Goldenen Stern, wo wir uns mit großzügigen Portionen stärken konnten. Manche ließen den Abend später in Marktheidenfeld noch in der Weinbar HULA ausklingen.

Tag 4: Dorfprozelten – Miltenberg

Bei traumhaftem Wetter ging es am Sonntag auf die letzte Etappe, die uns zum Ruderverein Miltenberg führte. Dort durfte der Abschluss in einer Eisdiele natürlich nicht fehlen, wobei zunächst die wichtigste Frage des Tages geklärt werden musste: Welche Eisdiele ist denn nun die richtige?

Fazit

Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte, war die diesjährige Ruderwanderfahrt wieder ein voller Erfolg. Regen hin oder her: Die abwechslungsreiche Landschaft des Mains, die malerischen Orte, die täglichen Picknicks und die vielen gemeinsamen Erlebnisse und vor allem die großartige Stimmung in der Gruppe machten die vier Tage zu einem besonderen Erlebnis.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unsere Organisatorin und „Chefin" Sieglinde, die die Tour wie gewohnt hervorragend vorbereitet und begleitet hat.

Dafür gibt es ein dreifaches:

Hipp, hipp, hurra! Hipp, hipp, hurra! Hipp, hipp, hurra!

Written by Sabine Gerhardt, Kirsten Wolff

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