
Die Frankfurter Rudergesellschaft Germania kann auf ein sehr außergewöhnlich erfolgreiches Wochenende diezurückblicken: Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften 2026 auf der Olympia-Regattastrecke in München-Oberschleißheim (17.–19. April) traf sich die deutsche Ruderelite – und die Germania war mittendrin und ganz vorne dabei.
Auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Wochenende kann unsere Frankfurter Rudergesellschaft Germania zurückblicken. Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften 2026 auf der Olympia-Regattastrecke in München-Oberschleißheim (17.–19. April) traf sich die deutsche Ruderelite – und die Germania war mittendrin und ganz vorne dabei.
215 Boote aus 120 Vereinen gingen an den Start, die Titel wurden in 15 Bootsklassen im Einer und Zweier ohne Steuermann vergeben. Für viele Athletinnen und Athleten waren die Rennen zugleich eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg in die Nationalmannschaft.
Meisterkette zurück in Frankfurt
Ein ganz besonderes Highlight setzte Oliver Zeidler im Männer-Einer: Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg gewann er erneut die Meisterkette und brachte sie zurück nach Frankfurt. Im A-Finale zeigte auch Marc Weber ein starkes Rennen und belegte Rang vier – ein hervorragendes Gesamtergebnis für die Germania.
Gold im Zweier – bei Frauen und Männern
Im Männer-Zweier ohne Steuermann setzten sich Theis Hagemeister und sein Partner Paul Klapperich (Bonner RG) gegen starke Konkurrenz durch und holten Gold.
Auch der Frauen-Zweier ohne Steuerfrau ging an die Germania: Hannah Reifgewann gemeinsam mit Lene Mührs (Kettwiger RG) nicht nur den Titel, sondern durfte sich zusätzlich über den erstmals vergebenen Augletics-Pokalfreuen.
Anna Härtl belegte mit Nora Peuser einen sehr guten vierten Platz und unterstrich die starke Germania-Präsenz in den olympischen Bootsklassen.

Para-Rudern: Valentin Luz doppelt erfolgreich
Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Valentin Luz. Mit Gold im PR4-Einerund im PR4-Mixed-Doppelzweier (gemeinsam mit Hermine Krumbein) war er der erfolgreichste Para-Ruderer der gesamten Meisterschaft. Diese Erfolge sind nicht nur sportlich beeindruckend, sondern stehen auch für die inklusive Kraft unseres Sports und unseres Vereins.
Weitere starke Ergebnisse
- Juliane Faralisch belegte im Frauen-Einer einen starken vierten Platz.
- Beim zeitgleichen DRV-Test U19 setzte Helena Tibitanzl ein Ausrufezeichen und gewann den Juniorinnen-Einer souverän.
- Arnau Müller-Rubio und Paul Tamussino erreichten im Junioren-Zweier ohne Steuermann Rang fünf im Gesamtklassement.

Anspruchsvolle Bedingungen auf historischem Boden
Nach nahezu idealem Wetter am Freitag und Samstag wurde der Finaltag durch wechselnde Windverhältnisse zur echten Herausforderung. Gerade unter diesen Bedingungen zahlten sich technische Stabilität, Rennerfahrung und mentale Stärke aus.
Die traditionsreiche Olympia-Regattastrecke von 1972 verlieh dem Wochenende einen besonderen Rahmen. Hier wurden nicht nur olympische Medaillen vergeben, sondern auch Welt- und Europameisterschaften ausgetragen – ein würdiger Ort für diese Titelkämpfe.
Ein Blick in die Geschichte
Die Meisterkette im Männer-Einer hat für die Germania eine ganz besondere Bedeutung: Bereits 1882 gewann Achilles Wild von der Frankfurter RG Germania die erste Deutsche Meisterschaft im Skiff. Seitdem wird die Meisterkette an den jeweiligen Sieger über 2.000 Meter vergeben.
Dass Oliver Zeidler diese Kette nun erneut für die Germania gewann, verbindet die frühen Anfänge unseres Vereins eindrucksvoll mit dem Spitzensport der Gegenwart.
Danke an alle Beteiligten
Die Germania gratuliert allen Athletinnen und Athleten, den Trainerinnen und Trainern, Betreuenden und Partnervereinen herzlich zu diesen großartigen Leistungen. Ein besonderer Dank geht an die RG München 1972 und den Schleißheimer Ruderclub sowie an den Deutschen Ruderverband für die hervorragende Organisation dieses besonderen Meisterschaftswochenendes.
Ergebnisse im Überblick
Männer-Einer (M1x)
- Oliver Zeidler - Gold
- Marc Weber – Platz 4
- Henrik Pein – Platz 27
- Timm Runtemund – Platz 34
Frauen-Einer (W1x)
- Juliane Faralisch – Platz 4
Frauen-Zweier ohne (W2-)
- Hannah Reif - Gold
-Anna Härtl – Platz 4
Männer-Zweier ohne (M2-)
- Theis Hagemeister - Gold
Juniorinnen-Einer (JF1x)
- Helena Tibitanzl - Gold
- Emilia Kratz – Platz 12
Junioren-Einer (JM1x)
- Jakob Gelsen – Platz 11
- Noah Röske – Platz 41
Juniorinnen-Zweier ohne (JF2-)
- Karla Friedrich – Platz 9
Junioren-Zweier ohne (JM2-)
- Paul Tamussino / Arnau Müller-Rubio – Platz 5
- Richard Haack / Hans Schwarz – Platz 12